Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1327848
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Niederlande. 
Südliche 
Freuden Maria, darunter links die Statue des Apostels Petrus, 
rechts die des Lukas; das Mittelbild enthält die Beweinung Christi, 
Maria hält den Leichnam des Sohnes in ihrem Schoss, rechts 
Joseph von Arimathia, links Johannes, durch die offenen Bogen 
der Halle sieht man eine hügelige Landschaft, oben schwebend ein 
Seraph, in der Hohlkehle des Bogens, wieder grau in grau, die 
Leiden Maria, darunter die Statuen der Apostel Johannes und 
Matthäus; auf dem rechten Flügel: Christus erscheint der Maria 
in ihrem Gemach, in der Landschaft die Auferstehung, weiter 
zurück die drei heiligen Frauen, oben ein schwebender Seraph, in 
den Hohlkehlen Szenen aus dem Marienleben, die Himmelfahrt 
Christi und die Ausgiessung des heiligen Geistes, darunter die 
Statuen der Apostel Markus und Paulus. Ein zweites, ebenfalls 
im Berliner Museum befindliches Triptychon (Nr. 534 B) giebt die 
Geschichte Johannes des Täufers, auf der ersten Tafel die Geburt, 
auf der zweiten die Taufe Christi, in bergiger Landschaft, auf der 
dritten die Tochter der Herodias, welche neben dem Leichnam das 
Haupt auf einer Schüssel empfängt, im Hintergrunds das Mahl 
des Herodes; die Umrahmungeu enthalten die Statuen aller Apostel 
und in den Bogen wieder je sechs Darstellungen historischer 
Szenen. Es ist ein Hauptwerk des Meisters aus seiner früheren 
Zeit. Aus der mittleren Zeit Rogiers, bald nach 1450, stammt ein 
Flügelaltar im Berliner Museum, auf dem Mittelbilde die An- 
betung des Kindes darstellend: in einer romanischen Ruine kniet 
Maria vor dem am Boden liegenden Kinde, das drei kleine Engel 
verehren, rechts kniet der Stifter Peeter Bladelin, in der Land- 
schaft die Verkündigung an die Hirten; auf dem rechten Flügel 
die Könige des Morgenlandes, zu dem am Himmel im Strahlen- 
glanze erscheinenden Christkinde emporblickend; auf dem linken 
Flügel die Sibylle von Tibur, dem knieenden Kaiser Augustus die 
Erscheinung der über der Landschaft schwebenden Maria mit dem 
Kinde zeigend (Nr. 535). Die Rückseiten der Flügel, wohl nur 
Schülerarbeit, enthalten die grau in grau gemalte Verkündigung. 
Ein Bildnis Karls des Kühnen von Burgund, auf dunklem Grunde 
(Nr. 545), und eine Maria mit dem Kinde (Nr. 549A), beide im 
Berliner Museum, werden mit Wahrscheinlichkeit dem Rogier 
zugeschrieben. Ebendort eine treffliche Schulkopie nach dem 
Originale des Meisters im Escorial bei Madrid, eine Kreuzabnahme 
(Nr. 534): der Leichnam Christi, den Simon von Kyrene vom Kreuz 
abgenommen hat, wird von Joseph von Arimathia und Nikodemus 
gehalten, rechts Magdalena und Petrus, links Johannes, Maria 
Salome, welche die zu Boden sinkende Maria unterstützen, und 
Maria Kleonhas. Das Bild steht auf Goldgrund. Eine kleinere 
Wiederholung des Triptychons, Nr. 534B des Berliner Museums,
        

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