Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1327818
Eycksche 
Van 
Jahrhundert. 
Schule, 
215 
heiligen Pilgern darstellt. Nr. 518, die Rückseite von 512, zeigt 
Johannes den Täufer, grau in grau gemalt; Nr. 519, Rückseite 
von 513, enthält das Bildnis des Stifters Jodocus Vyt; auf Nr. 520, 
Rückseite von Nr. 514, erscheint der verkündigende Engel in einem 
Gemach mit einem Ausblick auf die Häuser der Stadt, darüber 
im Halbrund der Prophet Zacharias als kleine Halbfigur; Nr. 521, 
Rückseite von 515, giebt Maria an ihrem Betpulte knieend, über 
ihr die Taube, darüber im Halbrund der Prophet Micha als kleine 
Halbiigur; Nr. 522, Rückseite von 516, enthält das Bildnis der 
Stifterin Isabella Vyt; und endlich Nr. 523, Rückseite von 517, 
Johannes den Evangelisten, wieder grau in grau gemalt. Von 
anderen Teilen des Genter Altars der Brüder Eyck befinden sich 
Kopien im Museum zu Berlin: Nr. 524, Kopie des Mittelbildes in 
der unteren Reihe von Michiel van Ooxie, die Anbetung des Lammes 
darstellend, das im Mittelgrunde einer reichen südlichen Land- 
schaft, auf dem Altare stehend, sein Herzblut in eine goldene 
Schale ergiesst. darüber am Himmel die Taube, um den Altar 
knieen vierzehn Engel mit den Leidenswerkzeugen, von rechts 
ziehen die weiblichen Märtyrer, von links die männlichen herbei, 
im Vordergrunde der Brunnen des lebendigen Wassers, rechts die 
Apostel, hinter ihnen die Geistlichen, links die Propheten, hinter 
ihnen die Patriarchen und Helden des alten Bundes, im Hinter- 
grunde das himmlische Jerusalem; dann Nr. 525, der thronende 
Gottvater, nach dem lllittelbilde in der oberen Reihe: Gottvater, 
die dreifache Krone auf dem Haupte, in reich mit Edelsteinen 
umsäumtem Mantel, hinter ihm ein Teppich, darüber goldener 
Grund. Ausserdem enthält dasselbe Museum an modernen Kopien 
nach den Seitenbildern zu dem Mittelbilde Gottvaters auf dem 
Genter Altarwerke: Maria mit der Krone, sitzend, in einem Buche 
lesend, vor einem Teppich (Nr. 525 D); und Johannes der Tiiufer, 
ebenfalls vor einem gemusterten Teppich sitzend (Nr. 525131). Die 
Originale der Kopien Nr. 524, 525, 525D und 5251i] befinden sich 
noch in St. Bavo in Gent. Zwei Tafeln des Genter Altarwerkes, 
Maria als Himmelskönigin und Johannes der Täufer, befinden sich 
in Kopien des Michiel Coxie in der Pinakothek zu München 
(Nr. 97 und 98); ebendort eine Kopie des Christuskopfes nach dem 
Üriginal im Berliner Museum (Nr. 99). Das Stitdelsche Institut in 
Frankfurt a. M. besitzt von Jan van Eyck eine thronende Maria 
mit dem Kinde, dem sie die Brust reicht, in einem wohnlichen 
Zimmer, bekannt unter dem Namen der Madonna von Lucca, von 
höchster Anmut und leuchtender Kraft der Farbe (Nr. 98), indessen 
zeigt sich in diesem wie in anderen Andachtsbildern die Kunst- 
weise Jans sehr abweichend von der des Genter Altars. Seine 
Werke sind miniaturartig, geben aber die vollste irdische Wirk-
        

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