Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1327649
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Italien. 
studierte zuerst bei Meucci, dann in den Akademien von Bologna 
und Venedig, er ahmte meist Basreliefs in täuschender Natürlich- 
keit grau in grau nach. In dieser Art besitzt die kaiserliche 
Galerie in Wien von ihm drei Stücke: ein Panopfer, den Triumph- 
zug der Ariadne, und Viktoria und Fauna (Nr. 222-224). Von 
Alessandro Gherardiizvl (1657-1725) im Schlosse zu Aschaffen- 
burg die Königin Esther vor ihrem Gemahl Ahasverus (Nr. 203). 
Michelc Rocca ist um 1716 ein Schüler des Santo Perunati; von 
ihm ein Bild in der Galerie zu Augsburg, ein Mädchen soll 
durch die in den Mund eines Götzenbildes gehaltene Hand ihre 
Unschuld erweisen (Nr. 357). Fmncesco Zuccherelli (1702-1788), 
gestorben in Florenz, war einer der besten Landschaftsmaler des 
18. Jahrhunderts in Mittelitalien; er studierte in Rom unter Morandi 
und Pietro Nelli, übersiedelte später nach Venedig und dann nach 
England. Die kaiserliche Galerie in Wien hat von ihm eine 
Landschaft mit Herden, und eine Landschaft mit Fischern (Nr. 599 
und 600); in der Kunsthalle zu Hamburg eine Landschaft mit 
Reitern (Nr. 216); im Museum zu Stuttgart eine Landschaft mit 
Gebäuden vor reichen Baumpartien, als Stalfage Hirt und Herde 
(Nr. 99); und die heilige Familie auf der Flucht nach Agypten 
von zwei Engeln begleitet (Nr. 200); im Rudolfinum zu Prag eine 
Landschaft mit Fischern (Nr. 746); in der Kunstsammlung zu 
Basel ein Wasserfall mit Fischern (Nr. 205); im Schlosse zu 
Aschaffenburg eine Landschaft mit Gebäuden zwischen hohen 
Bäumen (Nr. 72); und eine Landschaft mit Ruinen und einem 
Wasserfall (Nr. 91); im Museum zu Hannover eine Landschaft. 
mit einem Wasserfall und Figurenstaifage; und eine Landschaft 
mit einem Wasserfall und einer Badenden (Nr.6l4 und 615); im 
herzoglichen Museum zu Gotha zwei Landschaften (Nr. 588 und 
589). Francesco Trevisani (1656-1746) zu Rom, zuerst Schüler 
des Ant. Zanchi in Venedig, dann Nachfolger des Cortona in Rom, 
ahmte auch dem Oorreggio nach und war überhaupt Eklektiker, 
der jeden Stil nachmachen konnte. Das Museum in Dresden hat 
von ihm: der bethlehemitische Kindermord, ein wildes Gemetzel, 
das den ganzen Vordergrund füllt, links und rechts mächtige 
Palasthallen; die heilige Familie als Kniestück; die Ruhe auf der 
Flucht nach Agypten, in grosser Landschaft, mit Engeln; Maria 
mit dem Kinde und dem Johaunesknaben; die heilige Familie, 
mit Anna, Joachim und Engeln; Christus am Ülberge mit Engeln; 
der heilige Antonius einen Kranken heilend, oben erscheint ein 
Engel; und der heilige Franziskus mit dem geigenden Engel 
(Nr. 445-452). Der Leichnam Christi von Engeln gehalten, von 
Trevisani, befindet sich in der kaiserlichen Galerie in Wien 
(Nr. 529). Im Museum zu Kassel von ihm: der Triumph der
        

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