Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1327405
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Italien. 
heiligen Jungfrau der heilige Geist in Gestalt einer Taube mit 
mehreren Cherubim (Nr. 264). Ebendort von Ribera der heilige 
Bartholomäus, der in der Linken ein Messer hält (Nr. 282). Im 
Germanischen Museum zu Nürnberg von ihm der heilige Hierony- 
mus in wilder Landschaft, einen Totenkopf betrachtend, in ganzer 
Figur (Nr. 410), und endlich in der Nostizschen Galerie zu Prag 
der heilige Hieronymus sitzend, eine Pergamentrolle in den Händen 
haltend (Nr. 17). Salvator Rosa, geboren bei Neapel 1615, ge- 
storben zu Rom 1673, Schüler des Ribera, später mit Aniello 
Falcone gemeinschaftlich arbeitend, malt Schlachtenbildcr, wie 
Cerquozzi, mit dem Hauptnachdruck auf grosse Anordnung nach 
Farben und Lichtmassen und steht ersichtlich in diesen Arbeiten 
unter dem Einflüsse des Rubens. In der nach dem Vorbilde der 
Niederländer in Italien gepflegten Landschaftsmalerei ist Sal- 
vator Rosa mehr als in einer anderen Gattung selbstschöpferisch; 
er malt abendliche, oft zornig beleuchtete Felsgegenden und schroffe 
Meeresbuchten, aber auch ruhig erhabene, durch bedeutende Formen 
und Ströme von Licht ausgezeichnete Gegenden und phantastische 
Marinen. Der Seesturm mit Segelschiffen, welche mit dem Sturm 
kämpfen, und das Bildnis eines Mannes mit einem Affen, in Halb- 
iigur, in der Dresdener Galerie (Nr. 468 und 469) können nicht 
mit Sicherheit dem Salvator Rosa zugeschrieben werden, und eine 
Waldlandschaft ebendort (Nr. 470) mit Figurenstaffage gilt nur 
als Schulbild. In der kaiserlichen Galerie zu Wien von ihm: der 
büssende heilige Wilhelm liegt geharnischt in einer öden Felsen- 
gegend, die ausgestreckten Arme sind an einen Baum gebunden; 
eine Bömerschlacht, im Vordergrunde ein dichtes Handgemenge 
von geharnischteu Kriegern zu Fuss und zu Ross, im Hintergründe 
eine brennende Stadt; die Gerechtigkeit entilieht zu den Landleuten, 
vorn ein ärrnliches Bauernhaus, vor welchem sich eine Herde 
sammelt, in einer Wolkenmasse erscheint die allegorische Gestalt 
der Gerechtigkeit, drei kleine Genien flattern über ihrem Haupte; 
sie zeigt die von ihr gehaltene Wage den Bewohnern des Hauses, 
das Bild scheint nur eine Nachahmung zu sein; eine Landschaft 
mit Ruinen und einem Wasserfall, an dem Hirten mit Vieh gelagert 
sind; ein stehender Krieger auf dunklem Hintergründe; zwei Dar- 
stellungen einer Römerschlacht, auf der ersten ein geharnischter 
Krieger auf einem Schimmel in der Mitte des Bildes, auf der 
zweiten zwei Reiter in der Mitte des Bildes zusammentreffend, 
beide Bilder vermutlich aus der Werkstatt des Salvator und von 
Micco Spadaro gemalt (Nr. 395-401). Von Salvator im Museum 
zu Berlin eine Marine, ein Dreimaster droht an der felsigen 
Küste zu scheitern, vorn am Ufer mehrere Männer (Nr. 421). Von 
Nachahmern des Meisters im Museum zu Schwerin: Kämpfende
        

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