Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325740
Italien. 
Bilder des Museums in Köln (Nr. 786 und 787), den heiligen 
Hieronymus und noch einen anderen Heiligen darstellend, deuten 
auf die Schule des Angelo Gaddi. Von Andrea di Cionc, genannt 
Orcagozca (geboren etwa 1308, gestorben 1368), einem der wich- 
tigsten Giottoschüler, befindet sich nichts in deutschen Galerien, 
wohl aber von einem seiner Nachfolger ein dreiteiliger gotischer 
Altar in der Berliner Galerie (Nr. 1039). Auf dem mittleren 
Bilde hält Maria das bekleidete Kind, das eben die Brust nimmt, 
auf dem Schosse, am Fusse des Thrones beünden sich je drei 
knieende Engel; der linke Flügel zeigt Johannes Ev. und Johannes 
Bapt., der rechte Flügel Jakobus den Alteren und Bartholomäus; 
oben über dem Mittelbilde zwei schwebende Engel und der heilige 
Geist, zu beiden Seiten je ein mit Schreiben beschäftigter heiliger 
Bischof; sämtlich auf Goldgrund. Ein Bild aus der Schule von 
Pisa um 1350 in der Berliner Galerie zeigt die Einsiedler Paulus 
und Antonius in einer felsigen Landschaft (Nr. 1085); ein zweites 
Bild derselben Schule von 1400 ebendort enthält Maria mit dem 
Kinde und Engeln (Nr. 1118), oben der segnende Gottvater von 
kleinen Cherulum und Seraphim umgeben, auf Goldgrund. Eben- 
dort aus der Florentinischen Schule um 1400 eine hlaria mit dem 
Kinde und Heiligen, auf Goldgrund (Nr. 1119). Spinello Aretino, 
gestorben 1410, gehört zur Schule Giottos und ist im Museum zu 
Köln durch.zwei Bilder vertreten (Nr. 758 und 759), das erste 
den Apostel Jakobus, das zweite den Apostel Philippus dar- 
stellend. Von demselben Meister enthält die Sammlung zu 
Lützschena bei Leipzig die llrlarter des heiligen Laurentius 
(Nr. 232); das Stadtmuseum in Königsberg in der Art Spinellos 
ein Gemälde in Form eines Giebelfeldes mit abgestumpften Ecken, 
welches in der Mitte den segnenden Christus, an den Seiten je 
sechs Heilige zeigt (Nr. 4). Antonius der Einsiedler, auf Gold- 
grund, im Königsberger Stadtrnuseum (Nr. 7), wird dem Gherardo 
Starnina (1354-1413) zugeschrieben. Ebendort ein Bild der 
Florentinischen Schule, Maria mit dem Kinde thronentl, zu Seiten 
Johannes Bapt. und Antonius der Einsiedler, je mit einem Engel 
(Nr. 2). Von Alert di Bicci, thätig um 1453-1475 in Flüfenz, 
hat das Museum in Köln eine thronende Maria mit Heiligen auf 
Goldgrund (Nr. 730h). Die Rückwand eines Triptychons ebendort 
(Nr. 775) gehört der späteren Giottoschen Schule, vielleicht dem 
Matteo da GMGZÖO aus Montepulciano um 1470 an und zeigt 
wieder eine thronende Madonna mit Heiligen, im oberen Spitz- 
bogenfelde den Propheten Jeremias. Ebendort ein Christus am 
Kreuze neben dem zwei klagende Engel schweben, unten die 
heiligen Frauen, Johannes, der gläubige Hauptmann und Pharisäer, 
in einer unteren Abteilung der segnende Heiland, neben ihm
        

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