Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1327162
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ein dumpfes Braun übergeht. Aber auch die Ekstasenmalerei zeigt 
Guercino in grosser Vollendung, ebenso die Wolkenwirklichkeit 
mit den Untensichten der Engelscharen. Die Galerie in Dresden 
besitzt von ihm: die Ekstase des heiligen Franziskus: der Heilige, 
an einem Mauerpfeiler in sich zusammengesunken, bewegt die er- 
hobene Rechte im Traum, links sitzt ein geigender Engel auf der 
Wolke; das Bild stammt wie die folgenden vier Apostel aus der 
Jugendzeit des Meisters; die Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas 
und Johannes, sämtlich als Halbtiguren; Kephalos an der Leiche 
der Prokris, in einer Landschaft, oben ein kleiner weinender Amor; 
Semiramis, bei der Toilette, erhält die Botschaft des ausbrechenden 
Aufruhrs, als Kniestück; Diana in einer Landschaft, als Kniestück; 
Venus an der Leiche des Adonis, offenbar das Gegenstück zu 
Kephalos und Prokris; die Geburt des Adonis, derselbe von der Diana 
Lucina aus der Spalte des Baumes gehoben, in den Myrrhe ver- 
wandelt wurde, links die Nymphen; der Tod des Adonis, von 
links eilt Venus herbei, im Begriff, sich über ihren getöteten Lieb- 
ling zu stürzen; Dorinda, Silvio und Linco, nach dem Pastor fido 
des Guarini, rechts die von Silvio verwundete Dorinda, von dem 
alten Linco umfasst; Lot mit seinen Töchtern, im Hintergründe 
die brennende Stadt, davor Lots Gattin als Salzsäule; und die 
Malerei und die Zeichnung, jene als bnntgekleidete junge Frau, 
letztere als Mann dargestellt; die letzten beiden Bilder stammen 
aus der Spätzeit des Meisters (Nr. 356-369). Ebendort, angeblich 
von Guercino, die heilige Familie, und die heilige Veronika, vor 
dunkler Landschaft, in Halbfiguren (Nr. 370 und 371); ausserdem 
Didos Tod (Nr. 372), eine Kopie nach dem Original Guercinos im 
Palazzo Spada zu Rom; endlich, angeblich aus der Schule des 
Meisters, die Steinigung des heiligen Stephanus (Nr. 373), oben 
erscheint dem Märtyrer die heilige Dreieinigkeit in goldduftiger 
Glorie. Die kaiserliche Galerie in Wien besitzt von Guercino; 
die Rückkehr des verlorenen Sohnes, der Vater empfängt den fast 
ganz nackt rückkehrenden Sohn in seinen Armen, als Kniestück; 
der reuige Sohn wird von seinem Vater neu bekleidet, daneben 
ein Diener mit den Gewändern, Kniestück; Johannes der Täufer, 
sitzend, in ein Tierfell und einen Mantel gekleidet, in einer Felsen- 
landschaft; der heilige Sebastian, unbekleidet, an einen Pfahl ge- 
bunden, als Brustbild; ein Geldgeschäft: ein Mann sitzt hinter einem 
Tische und halt einen Geldbeutel, neben ihm ein Alter, ein Knabe 
und ein Mädchen und noch zwei Männer, Kniestück, vielleicht eher 
von Honthorst herrührend (Nr. 252-256); ebendort zwei Bilder 
aus der Schule des Guercino: Christi Gefangennehmung durch Ge- 
wappneie, die ihn binden, hinter Christus der Verräter Judas; und 
ein am Oberkörper nackter Jüngling, wahrscheinlich das Bruchstück
        

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