Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1326800
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Italien. 
schweig hat von ihm: Christi Einzug in Jerusalem, das Abend- 
mahl und einen Iiautenspieler in halber Figur (Nr. 460-462); 
das Rudolfinum in Prag in seiner Art das Bildnis des Andrea 
Malipierio, vor einem Tische, auf welchem einige Geldsacke liegen 
(Nr. 577); die Harrachsche Galerie in Wien von ihm die Kreu- 
zigung Christi mit den Schächern, im Vordergrunde eine Gruppe 
von Figuren um die ohnmächtige Mutter des Heilandes beschäftigt, 
Skizze für das in der Scuola di San Rocco in Venedig befind- 
liche Gemälde (Nr. 142); in der Nostizschen Galerie zu Prag das 
Abendmahl, Christus reicht seinen Jüngern das Brot (Nr. 102); 
Brustbild eines alten schwarzgekleideten Mannes (Nr. 169); und 
Christus und die Ehebrecherin (Nr. 233). 
Domenico Robusti, genannt Tintoretto (1562-1637), Sohn und 
Schüler seines Vaters J acopo, folgt dessen Art und bewahrt immer 
noch einen gewissen Grad von naivem Naturalismus. Vielleicht 
eines seiner besten Werke ist die als Himmelskönigin thronende 
Maria mit dem Kinde, in einer Engelsglorie, unten die Heiligen 
Barbara, Chrysostomus, Katharina und Augustin, in der Galerie zu 
Dresden (Nr. 283A). Die kaiserliche Galerie in Wien besitzt 
eine Anzahl seiner besseren Bilder: Christus segnet venezianische 
Patrizier (Nr. 450): vor dem segnenden Christus knieen drei Pro- 
kuratoren von San Marco, hinter diesen stehen drei andere Männer 
in schwarzer Kleidung, den Hintergrund bildet ein Säulenbau; die 
Anbetung der heiligen drei Könige (Nr. 451), Maria hält auf ihrem 
Schosse das heilige Kind, hinter ihr Joseph, rechts die drei Könige, 
welche Porträts venezianischer Nobili sind; drei Bildnisse von 
Prokuratoren von San Marco (Nr. 452-454); das Bildnis des Dogen 
Girolamo Priuli (Nr. 455), vielleicht eine Wiederholung des Bildes 
von Jacopo Tintoretto; und das Bildnis eines Bildhauers in vor- 
gerücktem Alter (Nr. 456); im Museum zu Stuttgart von ihm 
ein Eccehomo (Nr. 89); in der Harrachschen Galerie zu "Wien die 
Versuchung des heiligen Antonius Abbate durch sechs böse Geister 
in Mädchengestalten, oben erscheint Christus in der Glorie mit 
Engeln (Nr. 144). Lodovico Pozzo Serrato, eigentlich llodewzjk 
Toeput, geboren zu Mecheln, gestorben nach 1604 zu Treviso, 
bildete sich, wie es scheint, hauptsächlich in Venedig nach Tintoretto; 
von ihm hat das Museum in Kassel die Parabel vom reichen 
Prasser und vom armen Lazarus (Nr. 484), die Gesellschaft des 
Reichen sitzt unter einer Säulenhalle bei der Tafel, vorn liegt der 
arme Lazarus, dem ein Hund die Schweren leckt. Von Andrea, 
Vicentino, geboren 1539 in Vicenza, gestorben 1614, hat das Fer- 
dinandeum in Innsbruck das Bildnis der Bianca Capello, Gemahlin 
Franz II. von Medicis (Nr. 511); in der Galerie zu Augsburg von 
ihm die allegorischen Darstellungen der menschlichen Thätigkeiten,
        

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