Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325705
Italien. 
sich zu regen an. Die Madonna von etwa 1300 in der Alten 
Pinakothek in München (Nr. 978) zeigt indes noch die Starrheit 
der byzantinischen Mosaiken und wirkt im ganzen puppenartig. 
Ein kleines Diptychon aus der Schule Cimabues ebendort (Nr. 979 
und 980), Maria mit dem Kinds, die Fusswaschung, das Jüngste 
Gericht, Christus am Kreuz, die Geisselung Christi und die Stigma- 
tisation des heiligen Franziskus "dar-stellend, zeigt nur eine massige 
Naturkenntnis, auch mangelt noch ganz das Streben nach natur- 
wahrer Darstellung der Lokalität. Eine „Maria mit zwei Engeln" im 
Stadtmuseum zu Königsberg wird Cimabue zugeschrieben (Nr. 9). 
Eine thronende Madonna, ganze Gestalt von vorn, auf Gold- 
grund, in der Dresdener Galerie (Nr. 23) stammt von einem 
unbestimmten Toscaner des 13. Jahrhunderts und giebt den Über- 
gang vom Byzantinischen zu lebensvolleren Formen. Ein Gemälde 
in fünf Abteilungen in der Berliner Galerie (Nr. 1042) stellt im 
ltlittelbilde die thronende Maria mit dem bekleideten Kinde dar; 
oben links erscheint Christus auf der Leiter zum Kreuze empor- 
steigend; unten links wird Christus von seinen Angehörigen vom 
Kreuz abgenommen; oben rechts Christus am Kreuze, neben ihm 
Johannes und Maria; unten rechts Christus von seinen Angehörigen 
betrauert. Das Bild, auf Goldgrund, nach den Vorschriften der 
griechischen Kirche gemalt, scheint der Toscanischen Schule vom 
Ende des 13. Jahrhunderts anzugehören. 
Etwa gleichzeitig mit Cimabue in Florenz trat in Siena 
Duccio di Buoninsegna auf, geboren vermutlich zu Siena um 1260, 
zuerst nachweisbar 1282, urkundlich zuletzt erwähnt 1320, und 
thätig zu Siena. Duccios Technik ist noch die der Byzantiner, 
auch halt er sich in den geschichtlichen Kompositionen an die 
üblichen Motive, aber ihm ist bereits die Wiedergabe einer hohen 
Schönheit des menschlichen Angesichts sowie der Anmut holder 
Bewegungen und Stellungen gelungen. Die Galerie in Berlin 
besitzt von Duccio einen Teil der Predella zu dem grossen Altar- 
werke, welches 1308-1310 für den Hauptaltar des Doms in Siena 
entstand (Nr. 1062A). Das Mittelbild zeigt die Geburt Christi in 
offener Hütte mit Engeln und Hirten; auf dem linken Flügel er- 
scheint der Prophet Jesaias, auf dem rechten der Prophet HßSeklel- 
Die Gemälde sind in Tempera auf Goldgrund hergestellt Eine 
Madonna mit Heiligen, in Tempera auf gemustertem Goldgrund, 
in der Kunsthalle zu Karlsruhe (Nr. 401) steht der Art des 
Duccio nahe. Eine Madonna mit dem Kinde im Museum Zu 
Schwerin (Nr. 955), ebenfalls in Temperamalerei auf Goldgrund, 
wird der Schule Duccios zugewiesen." Im städtischen Museum zu 
Köln zeigen die Bilder der Apostel Petrus und Paulus (Nr. 751 
und 752) eine grosse Stilahnlichkeit mit der Reihe der Apostel der
        

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