Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1321488
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Spätgotische Zeit. 
und andere Engel, darunter in der Mitte das Schweisstueh der 
heiligen Veronika mit einem Christuskopf von edlem Ausdruck. 
Die Kirche von Z eigerheim (Amt Rudolstadt) besitzt ein Altar- 
werk vom Ende des 15. Jahrhunderts aus der Saalfelder Werk- 
statt. An den Aussenseiten der Flügel: die Heimsuchung und die 
Geburt, sowie auf den Aufsatzbrettern David und Jeremias. Das 
Altarwerk in der Kirche zu Oberrottenbach (Amt Königsee) 
ist jetzt hinter dem Altar aufgestellt. Dasselbe ist 1498 in Saal- 
feld gefertigt. Im Sockel sind zwei Engel, Halbiiguren, mit dem 
Schweisstuch dargestellt, auf den Flügeln innen auf gemustertem 
Goldgrund die Geburt Christi und die Anbetung der Könige, aussen 
die Heiligen Jakobus min., Dorothee, Christoph und Urban. Die 
Malerei ist realistisch imter fränkischem Einfluss, die stehenden 
Heiligen sind besser als die biblischen Vorgänge. Der Schnitz- 
altar in der Kirche zu Gross-Potewitz (Kreis Weissenfels) zeigt 
unter dem Schrein Ölgemälde mit fünf Halbliguren, in der Mitte 
Christus, rechts die heilige Anna selbdritt und Katharina, links 
die heilige Barbara und die heilige Dorothee. Auf der Rückseite 
des Altars, in der Mitte: die Verkündigung, die Heimsuchung, die 
Geburt Christi und die Anbetung der heiligen drei Könige; auf 
den Rückseiten der Flügel: das Martyrium des heiligen Sebastian 
und der heiligen Agnes in vier Bildern. Der Schnitzaltar in der 
Kirche St. Blasii zu Mühlhausen zeigt, wenn die Flügel ge- 
schlossen werden, Gemälde auf Goldgrund in mittelmässiger Aus- 
führung: die zwölf Apostel in drei Reihen übereinander, Christus 
und Maria knieend in Fürbitte vor Gottvater, drei heilige Jung- 
frauen und die heilige Dorothee zwischen zwei Bischöfen, endlich 
der heilige Nikolaus zwischen der heiligen Margarete und der 
heiligen Anna selbdritt. 
Provinz Brandenburg und Berlin. Das Königl. Museum in 
Berlin enthält eine Anzahl Gemälde der Kölnischen Schule (vergl. 
Niederrhein). Von einem niederrheinischen Meister 1325-50 ein 
Gemälde auf Goldgrund (Nr. 1216): Joseph erkennt in Maria die 
Mutter des Heilandes. Unter einem Bau aus Holzwerk sitzen 
Joseph und Maria auf einer Bank. Jederseits ein musizierender 
Engel. Nr. 1205A Maria mit dem Kinde, wohl von einem Kölnischen 
Meister um 1400. Maria, die Füsse auf Sonne und Mond gestellt, 
trägt auf dem linken Arme das Kind, das einen Vogel hält. Gold- 
grund mit feinen eingebunzten Mustern. In der Art des Meisters 
Ades Marienlebens: Nr. 1199 die Verkündigung, Gemälde in zwei 
-Abteilungen. Zur Rechten von einem Fenster, welches Ausblick 
in eine Landschaft gewährt, kniet Maria und wendet sich nach 
dem Engel um; zurvLinken kniet der Engel. Nr. 1235, vom 
Meister des Marienlebens, giebt Maria mit dem Kinds und Heiligen.
        

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