Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1321065
44 
Früh- 
und Hochgotik. 
in der Kirche zu Warendorf und drei von dorther stammende 
Reste eines Passionscyklus in der Dechanei zu Freckenhorst. 
Ein der Kölnischen Schule nahestehendes Werk ist der Rest eines 
zwischen 1410-1422 gestifteten Altaraufsatzes, jetzt in der Kirche 
zu Frondenberg. Es sind zwei Tafeln, von welchen jede vier 
Darstellungen aus dem Leben der Maria. enthält.  Die Gemälde 
am Antependium des Hauptaltars der Wiesenkirche zu Soest 
gleichen in der Anordnung noch denen der Walburgiskirehe; auch 
hier erscheint in der Mitte Christus auf dem Regenbogen, von den 
Evangelistenzeichen umgeben, auch hier nehmen vier Heilige, durch 
Säulen getrennt, jede Seite ein; aber die Architektur ist gotisch, 
und die Figuren zeigen den altkölnischen Stil. Die Bilder sind 
in Tempera auf Goldgrund gemalt und dürften aus der ersten 
Hälfte des 14. Jahrhunderts stammen. Der südliche Flügelaltar 
der Wiesenkirche stammt von 1376 und enthält in der Mitte eine 
figurenreiche Kreuzigung, umrahmt von einer rosenrot gemalten 
Architektur. Die Figuren zeigen den altkölnischen Typus. Die 
Innenseiten der Flügel enthalten die Anbetung der drei Könige 
und den Tod der Maria. Die Aussenseiten schmücken vier Heilige, 
durch Säulen getrennt. Ein drittes Malwerk derselben Kirche ist 
der Untersatz des Altars im nördlichen Nebenchor, dessen Mittel- 
stück einer späteren Zeit angehört. Auf rotem goldgestirntem 
Grunde sehen wir drei kleine Darstellungen: eine Anbetung der 
Könige, Christus als Gärtner der heiligen Magdalena erseheinend und 
Thomas, der die Finger an die Wundmale des Herrn legt. Feiner 
empfunden, als die vorigen, sind zwei Bilder aus der Walburgis- 
kirche zu Soest. jetzt im Provinzialmuseum in Münster. Das eine 
stellt in der Mitte die Krönung Maria dar, rechts die heilige Wal- 
burgis und links Augustinus. Unten sieht man zwei kleine, 
musizierende Engel und die knieende Stifterin. Etwas später 
scheint das andere Bild zu sein, welches auf zwei Tafeln die heilige 
Ottilia. und die heilige Dorothea enthält. Die Figuren stehen auf 
einem blumenreichen Rasen, in rot gemalten Architekturen auf 
Goldgrund.  Die Kirche in Cappenberg (Kreis Lüdinghausen) 
besitzt Reste gotischer Gewölbmalereien: in der Vierung die Dar- 
stellung eines Jüngsten Gerichts und Ornamente in einem Joch 
des südlichen Seitenschiffs. Ein Flügelaltar derselben Kirche ent- 
hält vorzüglich erhaltene Tafelbilder: 1. Ecce homo; 2. oben die 
Krönung der heiligen Jungfrau, unten der Tod derselben; 3. die Ge- 
burt Ohristi; 4. die Beweinung; sämtlich mit durchgebildetem 
landschaftlichen Hintergrunde oder Innerem, in noch romani- 
sierenden Formen; 5. die Kreuzigung mit den Schachern, den 
heiligen Frauen, Kriegern und Volk, unten die Stifter. In der 
Doininikanerkirche zu Dortmund befinden sich zwei Tafelgemälde
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.