Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1321037
Wand- 
u. Tafelmalerei: 
und Mittelrhein. 
Nieder- 
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kapelle des Doms enthält Reste eines Wandgemäldes, den Tod 
Maria darstellend, hinter dem neuen Altar. Ausserdem finden 
sich Wandgemälde an der Rückseite der Brüstungswände des 
Chors, in der mittleren Gewölbkappe des Chorschlusses, an den 
Zwickeln der Scheidebogen des Ohors (grossartige, überlebens- 
grosse Engelsgestalten) und in den Chorkapellen, letztere teilweise 
zerstört. Einige Wandgemälde in der Sakristei der St. Severins- 
kirche zu Köln; Christus am Kreuz, zwischen Maria, Johannes, 
Petrus, Paulus und Heiligen, nebst dem knieenden Donator er- 
innern an die Art des weiter unten zu erwähnenden Clarenaltars. 
Derselben Schule gehört ein Wandgemälde in der St. Kastorkirche 
Zu Koblenz am Grabe des 1388 verstorbenen Erzbischofs von Trier, 
Kuno von Falkenstein, an.  In der Münsterkirche zu Essen 
sind an den Kreuzschifspfeilern Reste von Wandmalereien aus der 
Mitte des 14. Jahrhunderts erhalten, welche neuerdings restauriert 
sind. Am nordöstlichen Pfeiler erscheint ein grosser Salvator mundi, 
in reich gefaltetem Mantel, dessen Saume erhaben in Stuck her- 
gestellt sind. An dem Pfeiler gegenüber sieht man die heilige 
Jungfrau mit dem Christkinde. Der erste Pfeiler nach TVesten 
enthält übereinander drei Bilder, einen jugendlichen König, den 
heiligen Ambrosius und den heiligen Augustinus. An der Ostseite 
des Pfeilers sind Eusebius und Paulus, an dem östlichen Pfeilerpaar 
Laurentius und Stephanus dargestellt. 
Als Hauptmeister der alten Kölner Malerschule gilt Wilhelm 
von Herle, der schon 1358 in Köln lebte und hier bis an sein 
Lebensende blieb. (Wilhelm kommt von 1358-1378 in den 
Schreinsurkunden vor  Merlo.) Die Werke Meister Wilhelms 
sind nicht sicher nachzuweisen, da unmittelbar nach ihm ein Maler 
Wynrich von Wesel auftritt, vermutlich ein Schüler und Gehilfe. 
Die erhaltenen Wandmalereien des Hansasaals im Kölner Rat- 
hause sind jedenfalls nach 1352 entstanden und befinden sich jetzt 
unter Nr. 205-208 im Saal 4 des Wallraf-Richartz-Museums. 
Am besten erhalten ist der Kopf eines Propheten oder Philosophen 
mit einer turbanartigen Kopfbedeckung. Eine Reihe hervorragender 
Gemälde, welche thatsächlich dem Schlusse des 14. und den ersten 
Jahrzehnten des folgenden Jahrhunderts angehören, sind bisher 
allgemein mit dem Namen des Meisters Wilhelm in Verbindung 
gesetzt. Im Wallraf-Richartz-Museum zu Köln (Nr. 6) einTriptychon. 
Mittlere Tafel: die heilige Maria eine Bohnenblüte in der Hand; 
das nackte Jesuskind auf den Armen der Mutter hält einen 
goldenen Rosenkranz. Auf den Flügeln die ganzen Figuren der 
heiligen Katharina und der heiligen Barbara, auf den Aussenseiten 
die Verspottung Christi. Die Innenbilder sind von höchster 
Vollendung, mit einer Farbenkraft, die dem Öl gleichkommt, in
        

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