Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325087
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Realismus u. Kolorismus in der z. 
Hälfte des 19. Jahrh. 
unter Pauwels, später in Berlin bei Gussow und auf einer Reise 
nach Italien, ist Historien- und Genremaler. Das Museum in 
Leipzig hat von ihm einen Mädchenkopf "Juanita", von 1877 
(Nr. 650). 
Zu den Landschaftsmalern der Berliner Schule, welche die 
landschaftlichen Schönheiten ihrer Heimat zum Motiv wählten, 
gehört auch Karl Schewes, geboren 1833 zu Königsberg, auf der 
Akademie daselbst gebildet und weiter durch eine Studienreise 
nach dem Rhein, der Schweiz und Oberitalien. Nach einem Auf- 
enthalte in Danzig, wo er eine grosse Landschaft für den Artus- 
hof malte, siedelte er 1867 nach Berlin über. Im Museum zu 
Breslau von ihm "Regentag an der Havel", bei einförmigem 
trüben Regenhimmel (Nr. 677); in der Nationalgalerie zu Berlin 
"Überschwemmung in Ostpreussen", gemalt 1876 (Nr. 422); im 
Stadtmuseum zu Königsberg "Einsame Hütten im Moorlande", 
Landschaft im Charakter Ostpreussens, von 1878 (Nr. 290). Bennezvitz 
v. Loefen, geb. 1826 in Thorn, gest. 1895, ein Schüler von W. Schirmer 
in Berlin und A. Zimmermann in München, malte anfangs Gebirgs- 
laudschafteu nach Motiven aus Schottland, Tirol und Oberitalien, 
wandte sich aber dann mit Erfolg der märkischen Landschaft zu. 
Wilhelm Kühling (1823-1886) ist an der Berliner Akademie ge- 
bildet und machte Studienreisen nach der Schweiz, nach Frankreich 
und Italien. Anfangs Porträtmaler, widmete er sich erst später 
der Landschaft und eignete sich hierin die Technik der franzö- 
sischen Realisten an. Im Museum zu Köln von ihm „Auf einem 
Acker", mit Ochsen und Pferden piiügende Bauern (Nr. 986 c); in 
der Berliner Nationalgalerie eine "Viehweide", Gruppen von 
Kühen auf einer Wiese, von 1874 (Nr. 195). Eduard Pape, in 
Berlin geboren, gehört noch zu den Vertretern der von W. Schirmer 
begründeten poetisch-romantischen Richtung. Er bildete sich an- 
fangs bei Gerst zum Dekorationsmaler, ging aber später zur 
Staffelmalerei über. Im römischen und griechischen Saale des 
Neuen Museums in Berlin hat Pape eine Anzahl Wandbilder 
dargestellt, meist Architekturen inVerbindung mit der Landschaft. 
Die Nationalgalerie in Berlin hat von ihm "Rheinfall zu Schal?- 
hausen", von 1866, und den „Erlgletscher auf Handeck", von 1850 
(Nr. 238 und 239). Hermann Eschlce, geboren 1823 zu Berlin, ein 
Schüler von W. Krause, dann in Paris bei E. Lepoittevin gebildet, 
hat sich zum vortreiflichen Marine- und Laudschaftsmaler aus- 
gebildet. Er hat auf zahlreichen Reisen die Küsten von Deutsch- 
land, England, Frankreich und Belgien studiert und fesselt in 
seinen Bildern durch Leuchtkraft und Tiefe des Kolorits und 
stimmungsvolle Beleuchtung. Er ist als Professor in Berlin thätig. 
Im Museum zu Schwerin von ihm "Die Eremitage auf der Insel
        

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