Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325061
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Realismus u. Kolorismus in der z. Hälfte des 19. Jahrh. 
seiner Rückkehr übernahm Gussow eine Professur in Weimar, 
siedelte 1874 nach Karlsruhe über, später nach Berlin und hat 
endlich seinen Wohnsitz in München genommen. Seine ersten 
Bilder fielen durch einen kühnen, rücksichtslosen Realismus auf, 
später wandte sich Gussow dem Porträt zu, hat aber mit Gustav 
Richter gemein, dass er sich in immer neuen koloristischen Experi- 
menten versucht. Karl Röbhling, geboren 1855, an der Berliner 
Akademie gebildet, pflegt besonders das realistisch aufgefasste, 
meist mit Humor behandelte Soldatenbild. Im Museum zu Breslau 
von ihm „Erstürmung des Schlosses Gaisberg bei Weissenburg 1870", 
gemalt 1886 (Nr. 828). Adolf Schlabitz, geboren 1854, studierte 
von 1875-1881 auf der Berliner Kunstakademie und in Paris 
unter Lefebre und Boulanger, nahm dann seinen Aufenthalt in 
München und liess sich seit 1887 dauernd in Berlin nieder. Im 
Museum zu Breslau von ihm ,.Gerichtsverhandlung" im Schwur- 
gerichtssaal des Breslauer Landgerichts, von 1882 (Nr. 898). 
Georg Koch, geboren 1857, zuerst Schüler von Steffeck, später an 
der Akademie von Gussow, machte seine Tier- und Landschafts- 
studien ohne Lehrer. Er war mit A. v. Werner an dem Berliner 
Sedanpanorama thätig und malte dann selbständig eine Reihe von 
Dioramen und Panoramen, auch „Die Schlacht von Villiers vor 
Paris", in Gemeinschaft mit Engen Bracht. Das Museum in 
Leipzig besitzt von ihm „Versprengte französische Kürassiere in 
der Schlacht bei Sedan", von 1888 (Nr. 658). Max G. Klinger, 
geboren 1857, Schüler Gussows in Karlsruhe und Berlin, dann in 
Brüssel, in München, in Berlin, in Paris und Rom, lebt in Leipzig. 
Er ist Maler, Radierer, Bildhauer und Kunstschriftsteller. Die 
Galerie in Dresden hat von ihm eine Pietas, Maria und Johannes 
am Leichnam des Heilandes, von 1890 (Nr. 2359 F). Von Staufer- 
Bern, 1891 in Florenz gestorben, hat die Nationalgalerie in Berlin 
ein Bildnis Gustav Freytags (Nr. 553); ebenda von Wälh. Wider ein 
Bildnis der Frau Fanny Lewald-Stahr (Nr. 575).. Hermann Prell, 
geboren 1854, studierte auf den Akademien von Dresden und 
Berlin, namentlich unter Th. Grosse und K. Gussow, war wieder- 
holt in Italien und wirkt seit 1894 als Professor an der Kunst- 
akademie in Dresden. Er hat eine Reihe von Fresken für den 
Saal des Architektenhauses in Berlin, allegorische und geschicht- 
liche Wandgemälde im Saale des Rathauses zu Worms, dann 
golche in Hildesheim und Breslau ausgeführt. Das Museum in 
Breslau hat von ihm „Ruhe auf der Flucht nach Agypten", die 
heilige Familie hat sich unter einem Eichbaum am Rande eines 
Weihers niedergelassen, von 1880-90 gemalt (Nr. 860). In der 
Dresdener Galerie von ihm „J'udas Ischarioth" mit den Phari- 
säern, von 1886 (Nr. 2293 A). Rudolf von Voigtländer, geboren
        

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