Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1325052
Skarbina, 
Geselschap, 
Meyerheitn, 
Gussow. 
443 
und Raffael. Nach seiner Rückkehr liess er sich in Berlin nieder 
und erhielt den Auftrag zur Ausmalnng der Kuppel im Berliner 
Zeughause. Es entstand zunächst ein römischer Triumphzug an 
der Kuppelwölbung, dem sich die Personiiikation von vier Tugenden 
anschliessen. In den Bildern für die Schildbogenfelder der Kuppel 
zeigt sich ein Anschluss an Cornelius und damit zugleich an Dürer. 
Die grosse symbolische Darstellung des Krieges erinnert an die 
apokalyptischen Reiter der vorgenannten Meister. Franz Skarbina, 
geboren 1849 zu Berlin, gehört zu den Freilichtmalern der Berliner 
Schule. Er ist erst durch Studien in Frankreich und den Nieder- 
landen zur Ausbildung seines naturalistischen Stils gelangt und 
lenkt wie Menzel sein Augenmerk auf die Aquarell- und Gnasohe- 
technik, die er meisterhaft handhabt. Er ist Lehrer an der Ber- 
liner Kunstakademie. In der Galerie zu Dresden befindet sich 
von ihm ein "Belgisches Cabaret", Islandlischer rauchend und 
trinkend, von 189i (Nr. 2359 D); in der Neuen Pinakothek in 
München "Hof einer Farm in der Picardie" (Nr. 591). Paul 
Meyerheim, geboren 1842, Sohn von F. E. Meyerheim, hat seine 
Studien bei seinem Vater und auf der Berliner Akademie be- 
gonnen, bildete sich auf Reisen durch Deutschland, Tirol, die 
Schweiz, Holland und Belgien, dann durch einen Aufenthalt in 
Paris weiter. Seine Spezialität ist die Wiedergabe der Raubtiere, 
AÜen und exotischen Vögel, aber auch die Landschaft, das Porträt, 
das Stillleben und die dekorative Malerei. Meyerheim hat wirk- 
liche Tiertypen geschaffen und dieselben mit glänzender Technik 
dargestellt. Im Vorraum des dritten Geschosses der National- 
galerie in Berlin sind neun Gemälde von ihm in Kaseinfarben 
ausgeführt, das Naturleben in den verschiedenen Jahreszeiten dar- 
stellend: Beginn des Frühlings, Chor der Vögel von Amor dirigiert, 
Schafherde auf der Trift, die Waldfee den Moosteppich strickend. 
Einheimsung der Sommerernte, Altweibersommer, Abzug der 
Wandervögel nach dem Süden, die Region des ewigen Schnees, 
und Winternacht im deutschen Walde. Ausserdem besitzt dieselbe 
Galerie von ihm „Amsterdamer Antiquar", von 1869 (Nr. 225), und 
Tierbude, von 1885 (Nr. 531), ein Elefant von der schaulustigen 
llIeng-e umdrängt. Im Rudolfinum in Prag von Meyerheim "Tiger- 
familie", die Tigerin mit drei spielenden Jungen, von 1886 (Nr. 463 A); 
in der Kunsthalle zu-Hamburg „K0h1enmeiler im Gebirge", von 
1878 (Nr. 474); in der Dresdener Galerie „In der Tierbude", 
ein Elefant, ein Krokodil von einem Neger gehalten, Affen, Papa- 
geien und Zuschauer, von 1894 (Nr. 2369 G); im Stadtmuseum zu 
Königsberg „Die Gutsherrin", von 1885 (Nr. 298). Karl Gussozv, 
geboren 1843, begann seine Studien in Weimar bei A. von Rum- 
bei-g, ging dann nach München und später nach Italien. Nach
        

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