Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1324780
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Realismus u. 
Kolorismus in der 2. 
Hälfte des 19. Jahr-h. 
die Galerie in Dresden „Der Musikunterricht", eine Hirtenfamilie 
und ein Satyr in einer idyllischen Landschaft, von 1884 (Nr. 2347). 
Zu den deutschen Vertretern der impressionistischen Malerei gehört 
Fritz von Uhde, geboren 1844 zu Wolkenburg in Sachsen. Er war 
bis 1877 Offizier, ging dann nach München, 1879 nach Paris und 
bildete sich zum Maler aus und zum hauptsächlichsten Vertreter 
der naturalistischen Richtung in der religiösen Malerei. Der Im- 
pressionismus, wie ihn Uhde auffasst, ist nicht nur Freilichtmalerei, 
sondern beruht auf einer ethischen Überzeugung, welche die wunder- 
wirkende Kraft der Kunst gerade an den bescheidensten Leistungen 
der Natur beweisen will. In der Neuen Pinakothek in München 
von ihm „Schwerer Gang" und „Noli me t-angere" (Nr. 565 und 
565 a); im Städelschen Institut zu Frankfurt a. M. "Christus mit 
den Jüngern zu Emmaus das Brot brechend" (Nr. 4580); in der 
Galerie zu Dresden ein Triptychon „Die heilige Nacht", von 1888 
(Nr. 2344 A): das Mittelbild zeigt Maria mit dem Kinde und Joseph 
in einem schlichten Stelle, der linke Flügel enthält den Zug der 
Hirten durch die Winternacht, der rechte Flügel giebt den Gesang 
der Engel. Das Museum in Leipzig hat von Uhde „Lasset die 
Kindlein zu mir kommen", von 1884 (Nr. 550); die Nationalgalerie 
in Berlin "Komm, Herr Jesus, sei unser Gast" (Nr. 545), die 
Hausgenossen sind in der ärmlichen Stube eines Handwerkers ver- 
sammelt und sprechen das Tischgebet, als der Heiland leibhaftig 
unter sie tritt. Zu derselben Gruppe von Malern wie Uhde gehört 
auch Max Liebermann, der in der Berliner Nationalgalerie durch 
zwei Bilder vertreten ist: "Flachsscheuer in Laren", von 1887, 
und die "Gänserupferinnen" (Nr. 592 und 668). Bruno Piglhein, 
geboren 1848 in Hamburg, gestorben 1894 in München, besuchte 
1864 die Akademie in Dresden und trat in das Atelier Schillings, 
um Bildhauer zu werden, erst auf der Kunstschule zu Weimar 
entschied er sich für die Malerei und wurde 1870 ein Schüler von 
W. Diez in München, erfuhr aber zugleich den Einfluss Makarts 
und Böcklins. Er unternahm für ein Panorama in München, um 1885, 
eine Studienreise nach Palästina. Die Neue Pinakothek in München 
hat von ihm eine „Gra.btragung Christi" und "Die Blinde" (Nr. 7 
und 7a), die Berliner Nationalgalerie "Moritur in Deo", der 
Heiland, am Kreuze sterbend, empfängt den Kuss des Todesengels, 
von 1879 (Nr. 667). llValther Firle, geboren 1859 zu Breslau, 
bildete sich in München bei Gabriel Max, Alois Gabl und L. LöEtz 
und unternahm später Studienreisen nach Venedig und Holland. 
Er ist in München als Genremaler thätig. Die Neue Pinakothek 
daselbst hat von ihm "Vater unser" (Nr. 641); das llllllseum zu 
Breslau „Im Trauerhause", ein offener Sarg mit der Leiche eines 
jungen Mädchens, von der Biutter und teilnehmenden Nachbarn
        

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