Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1324666
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Realismus u. Kolorismus in der z. 
Jahrh. 
Hälfte des 19. 
in das Atelier Pilotys und bildete sich zum ersten Humoristen der 
Schule aus. Ein dekoratives Deckenbild in einem Privathause 
Münchens und sein erstes Historienbild zeigen noch nichts von 
seiner Eigenart, aber er fand später sein Feld in seinen lustigen 
Mönchsbildern. Die Neue Pinakothek in München hat von ihm 
„Der schlesische Zecher und der Satan" und "Klosterstillleben" 
(Nr. 536 und 537); in der städtischen Galerie in Mannheim be- 
finden sich „Hinter den Coulissen", eine Szene im Münchener Hof- 
theater (Nr. 4), "Fallsteff im Wäschekorbe", eine Skizze, und 
"Richard Löwenherz und der Einsiedler", nach Walter Scott 
(Nr. 46 und 47); in der Galerie zu Dresden "In der Kloster- 
bibliothek", eine Gruppe von Mönchem-von 1888 (Nr. 2342A); im 
Stadtmuseum zu Königsberg „In der Klosterküche", von 1886 
(Nr. 301); im Museum zu Leipzig „In der Klosterbibliothek", 
von 1884 (Nr. 540). Karl Raupp, 1837 zu Darmstadt geboren, 
ist ein Schüler Jakob Beckers in Frankfurt a. 111., trat dann in 
das Atelier Pilotys und bildete sich zum Genremaler aus. Der 
Chiemsee und die Fraueninsel waren sein bevorzugtes Studienfeld. 
1868 wurde Raupp als Lehrer an die Kunstschule zu Nürnberg 
berufen, kehrte aber 1879 als Professor an die Kunstakademie 
nach München zurück. Die städtische Kunstsammlung in Mann- 
heim hat von ihm „Stürmische Überfahrt", zwei Mönche von 
einem Mädchen und einem Knaben über den Chiemsee gerudert 
(Nr. 1); im Museum zu Darmstadt „Bauernmädchen im Schatten 
eines Baumes sitzend" und "Heimlicher Abschied", eine Bauern- 
szene aus Oberbayern (Nr. 158 und 158a); in der Galerie in 
Dresden "Vom Stürme gejagt", eine Familie über den See 
fahrend, von 1885 (Nr. 2330); in der Nationalgalerie in Berlin 
"Friede", eine junge Bäuerin mit dem Kinde über den ruhigen 
Chiemsee fahrend, von 1889 (Nr. 613). Joseph Wopfvzer, geboren 
1843 zu Schwaz in Tirol, war 1860 in München als Stubenmaler 
dann als Lithograph thätig und trat 1869 in das Atelier Pilotys, 
wo er sich zum Genremaler ausbildete. Auch für ihn bildete der 
Chiemsee ein Hauptstudienfeld; er schildert das Schifier- und 
Bauernleben. Eine "Heueinfuhr am Chiemsee" zeigt ein Bild von 
ihm im Rudoliinum in Prag (Nr. 736); ein „Fischzug auf dem 
Chiemsee" (Nr. 227) befindet sich in der Neuen Pinakothek zu 
München. Hugo Kaufmann, geboren 1844 zu Hamburg, hat erst 
bei J. Becker in Frankfurt, dann in Düsseldorf, in Cronberg und 
in Paris seine Ausbildung erfahren und siedelte 1871 nach München 
über. Er malt Bilder aus dem Volksleben, in humoristischer Auf- 
fassnng. Das Museum zu Stuttgart hat von ihm „Jä.ger-Latein" 
(Nr. 784). Wilhelm Lcibl, geboren 1846 in Köln, trat früh in die 
Schule Pilotys ein, eignete sich aber nach dem Vorbilde der alten
        

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