Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1324520
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Klassik u. 
in 
Romantik 
der 
Hälfte 
des 
19. Jahrh, 
schaft mit demselben Motiv (Nr. 62), ein Gruftgewölbe (Nr. 203) 
und das Innere einer italienischen Kirche (Nr. 269). 
An der Spitze der Dresdener Schule steht wieder einer der 
ersten Volksmaler, Adrian Ludwig Richter, geboren zu Dresden 
1803, gestorben daselbst 1884; er ist der Maler der deutschen 
Familie. Der erste Lehrer Richters war sein Vater, er besuchte 
die Akademie, bildete sich aber mehr nach älteren Meistern. 1823 
ging Richter nach Rom und schloss sich an Koch und J. Schnorr an. 
Nach Dresden zurückgekehrt, widmete sich Richter zunächst der 
historischen Landschaft, fand aber zugleich eine Anregung in den 
Dürerschen Zeichnungen und wandte sich der Genremalerei zu. 
Seit 1841 wirkte Richter als Professor an der Dresdener Akademie. 
Seine Hauptarbeit bestand aber nun in Zeichnungen für den Holz- 
schnitt, in denen er Vorzügliches leistete, namentlich in den Illustra- 
tionen zu den "deutschen Volksbüchern", den "Märchen von 
Musäus", zu den "Alten und neuen Studentenliedern" und den 
"Volksliedern". Seit 1851 erschienen von ihm selbständige cyklische 
Darstellungen in Heften und Büchern, humoristische und gemüt- 
volle Szenen aus dem Kinderleben, aus dem Treiben der Hand- 
werksburschen und Handwerker. Es sind auch einige dekorative 
Arbeiten von Richter vorhanden, die Hälfte eines Frieses an einem 
Theatervorhange von Julius Hühner, zwei Wandbilder an ,der 
Villa Feodora in Liebenstein am Thüringer Walde, welche letzteren 
von August Spiess aus München in Fresko ausgeführt wurden. 
Von seinen Ölbildern findet sich eine Anzahl in den deutschen 
Galerien. Im Städelschen Institut zu Frankfurt a. M. „Gewitter 
am Monte Serrone bei Olevano", von 1830 (Nr. 429); im Museum 
zu Leipzig „Rocca di Mezzo im Sabinergebirge", von 1825, der 
„Schreckenstein bei Aussig", von 1835, das Thal bei Amalti mit 
Aussicht auf den Meerbusen bei Salerno, von 1826, eine Abend- 
landschaft, von 1842, und „Erntezug in der römischen Campagna", 
von 1833 (Nr. 197-202); in der Galerie in Dresden „Überfahrt 
am Schreckenstein bei Aussig", von 1837, und eine Frühlings- 
landschaft "Der Brautzug", von 1847 (Nr. 2220 und 2221); in der 
Nationalgalerie in Berlin "Landschaft im Riesengebirge", von 
1839 (Nr. 445); im Museum zu Leipzig ein Aquarell "Frühlings- 
landschaft mit Hirt und Herde", von 187] (Nr. 58). Arthur 
von Bamberg (1819-1875) ist ein Schüler Jul. Hübners in Dresden 
und hat sich dann im Anschlusse an Schwind weiter gebildet. 
Bamberg malte historische und Märchenstoffe und nach seiner 
Übersiedelung nach München auch humoristische Bilder aus dem 
Volksleben. Er hat schon in der Münchener Schule weiter oben 
Erwähnung gefunden. Julias Schalte (1825-1889) gehört eben- 
falls zu den Schülern Hübners in Dresden und bildete sich auf
        

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