Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1324295
Magnus, 
Pistorius, Hosemann, J. 
Meyer. 
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Seine Bilder zeigen eindringliche Charakteristik und einen naiven 
ungekiinstelten Humor. Das Stadtmuseum in Königsberg besitzt 
von ihm den "Dorfgeiger", von 1833 (Nr. 181), und den „Küfer 
am Fass", von 1834 (Nr. 224); die Berliner Nationalgalerie „Der 
Alte", ein alter Mann, sich die Hände am Kohlentopf wärmend, 
von 1824, „Die Alte", eine alte Frau beim Kaffee, von 1824, die 
"Geographiestuncle", ein alter Lehrer mit einem Schüler, die 
"Toilette", eine junge Dame im Atlaskleide, von 1827, der „Dorf- 
geiger", ein alter Geiger an der Thür eines Bauernhauses, von 
1831, das Atelier des Künstlers, von 1828, und "Gesunder Schlaf", 
ein im Bett liegender Kranker sucht vergebens seinen schlafenden 
Wächter zu erwecken, von 1839 (Nr. 240-247); in der Sammlung 
zu Lützschena bei Leipzig ein kranker Esel, um welchen der Eigen- 
tümer und der Hufschmied beschäftigt sind, von 1836 (Nr. 3); im 
Museum zu Breslau "Siesta des Schlächtermeisters" (Nr. 717). 
Theodor Hosemann (1807-1875) ist hauptsächlich durch seine 
vorzüglichen Illustrationen für Jugendschriften bekannt geworden. 
Er arbeitete zuerst für den Verlag von Arnz und Winckelmann 
in Düsseldorf und folgte dem letzteren 1828 nach Berlin. Hose- 
mann illustrierte E. T. A. Hoffmanns Werke, die von Jeremias 
Gotthelf, den Renommisten von Zachariä, den Münchhausen, die 
Geheimnisse von Paris u. a. Später malte er Bilder aus dem 
märkischen Kleinleben, Rehberger, Schusterjungen, Unterofiiziere, 
Milchmädchen u. a., echte Volkstypen, welche er mit derbem 
Humor und frischer Unmittelbarkeit ausstattete. Er ist der Sitten- 
lnaler der Berliner vormärzlichen Zeit. Die Berliner National- 
galerie besitzt vou ihm den „Sandfuhrmann in der Mark", von 
1855 (Nr. 462). Joh. Georg Meyer (1813-1886), nach seiner Ge- 
burtsstadt Meyer von Bremen genannt, bildete sich auf der Düssel- 
dorfer Akademie unter Schadow und K. Sohn und begann mit 
Bildern aus der biblischen Historie, ging aber bald zum Genre 
über und fand sein Studienfeld namentlich in Hessen. Sein Bestes 
giebt er in Kinderbildern, in denen sein starkes Naturgefühl, 
Welches alle Einzelheiten mit gleicher Liebe umfasst, am kräftigsten 
zum Vorschein kommt. 1852 siedelte Meyer nach Berlin über 
und nahm hier seinen dauernden Wohnsitz. Im Museum zu 
Hannover befindet sich von ihm "Grossvater und Enkel", von 
1848 (Nr. 122); in der Sammlung des Kunstvereins in Bremen 
„Die reuige Tochter", von 1852 (Nr. 90); in der Berliner National- 
galerie "Hausmütterchen", von 1854 (Nr. 223), ein etwa neun- 
jähriges Mädchen an der Wiege eines Kindes sitzend. Heinrich 
Wittig, geboren 1816, in Düsseldorf unter Hübner gebildet, hat 
Ende der dreissiger Jahre zwei Bilder für Schloss Babelsberg 
gemalt: "Edelfräulein mit einem Falken" und „Edelknabe, ein
        

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