Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1324236
Hopfgarten, 
Wach, 
Däge; 
Begag. 
361 
malte er meist italienische Genrebilder. In der Schlosskapelle in 
Berlin sind von ihm die beiden Evangelisten Lukas und Johannes 
und im Nißbidensßßl des Neuen Museums einige griechische 
Mythen. Die Nationalgalerie in Berlin besitzt von ihm "Das 
Mädchen von Frascati", von 1838 (Nr. 119). Eduard Däge (1805 
bis 1883), ein Schüler Wachs, machte eine Studienreise nach 
Italien und malte später in der Schlosskapelle zu Berlin die 
Geburt Christi in der Nische über der Thür und einige Engel- 
gestalten in der Kuppel. In der Nationalgalerie in Berlin von 
ihm "Der Messner", von 1837, ein alter Kapuziner mit der Mon- 
stranz, im Begriff ein Gewässer zu durchschreiten, und die "Er- 
findung der Malerei", von 1832, nach der Erzählung des Plinius 
(Nr. 59 und 395); in der Sammlung zu Lützschena bei Leipzig 
eine Sepiazeichunng, die Einkleidung einer Nonne darstellend. 
Karl Begas, 1794 in Heinsberg bei Aachen geboren, seit 1824 in 
Berlin, daselbst gestorben 1854, kam schon 1813 nach Paris zu 
Gros und malte dort ,',Christus am Ölberge" für die Garnisonkirche 
in Berlin und die Ausgiessung des heiligen Geistes für den Dom 
daselbst. Er ging auf drei Jahre nach Italien und malte in Rom 
die Taufe Christi, welche später in die Garnisonkirche zu Potsdam 
gekommen ist. Begas hat auf die Berliner Malerei einen noch 
stärkeren Einfluss geübt als Wach. Als Porträtmaler erfuhr Begas 
den Einfluss altdeutscher Meister und malte unter diesem Ein- 
drucke das Doppelbildnis seiner Eltern, jetzt im städtischen 
Museum in Köln (Nr. 951). In Rom hatte Begas zu den 
Nazarenern gehalten und malte, nach Berlin zurückgekehrt, zunächst 
im Stile der alten Florentiner, wie sein Bild "Tobias und der 
Erzengel Raphael am Tigris" in der Berliner Nationalgalerie 
(Nr. 20) und das noch in Rom gemalte Bildnis Thorwaldsens eben- 
dort (Nr. 21) zeigt, gab sich aber später einem eifrigen Modell- 
studium hin. 1827 entstand das Altargemälde für die Werdersche 
Kirche in Berlin, die Auferstehung Christi, 1839 die Verklärung 
Christi für die Kirche von Krumöls in Schlesien, 1844 "Christus 
die Mühseligen und Beladenen zu sich rufend" für die Kirche in 
Landsberg a. d. Warthe und 1842 "Christus am Ölberge" für 
die Kirche zu Wolgast in Pommern. Später malte Begas eine 
Anzahl Genrebilder; in dieser Art war „Die Mohrenwäsche", von 
1842, in der Nationalgalerie zu Berlin (Nr. 22) und in der 
Raveneschen Sammlung daselbst, der Höhepunkt seines Schaffens. 
Im Jahre 1846 entstand "Christus am Kreuz mit Maria und 
Johannes" für die heilige Kreuzkapelle in Sagan. Das Museum 
in Köln hat noch von Begas sein eigenes Bildnis, gemalt 1848 
(Nr. 952); im Nationalmuseum zu Berlin, ausser den schon ge- 
nannten Bildern, ein Bildnis der Kammersängerin Seidler-Wranitzkv,
        

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