Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1324188
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Klassik 
in 
Romantik 
der 
Hälfte 
des 
Jahrh. 
Museum zu Leipzig (Nr. 12). Friedrich Adolph Homemann, ge- 
boren 1813 zu Hannover, hat sich in Düsseldorf zum Genremaler 
gebildet. Die Kunsthalle in Hamburg hat von ihm: „Pere David", 
"Kinder eine Elster neckend", die Halbiigur eines Kardinals und 
"Russische Offiziere in Gefangenschaft der Tscherkessen" (Nr. 403 
bis 406); in der Berliner Nationalgalerie „Angelnde Mädchen" 
(Nr. 394). Hubert Salentin, geboren 1822, schöpft seine Motive 
ausschliesslich aus dem rheinischen Volkstum mit besonderer Be- 
vorzugung der Kinderwelt. Von seinen Lehrern ist besonders 
Tidemand von grossem Einfluss auf ihn gewesen. Im Rudolünum 
in Prag von ihm: „Die Frühlingsboten", eine alte Frau am Fenster 
sitzend und ihre Enkelin ihr einen Blumenstrauss zeigend, von 
1870 (Nr. 600); im Museum zu Köln "Wallfahrer an einer Heil- 
qnelle" (Nr. 987); in der Nationalgalerie zu Berlin "Vifallfahrer 
an einer Kapelle" (Nr. 285); in der Sammlung des Kunstvereins 
in Bremen "Hirtenkinder" (Nr. 117), von 1880. Friedrich Hidde- 
mann, geboren 1829, gestorben 1892, versenkte sich mit besonderer 
Vorliebe in das Studium des westfälischen Landvolkes; er hatte 
sich vorher im Geschichtsbilde versucht, wendete sich aber bald 
zum Genre. Eine westfälische Begräbnisfeier befindet sich von ihm 
in der Kunsthalle zu Karlsruhe (Nr. 574); in der Nationalgalerie 
in Berlin "Preussische Werber zur Zeit Friedrichs des Grossen", 
von 1870 (Nr. 132); in der Kunsthalle zu Hamburg Dilettanten- 
quartett, von 1862 (Nr. 263). Karl Lasch (1822-1888) hat sich 
in Dresden, in München und endlich bei Couture in Paris gebildet, 
hat aber seit 1860 seinen Wohnsitz in Düsseldorf genommen. Er 
malte anfangs in romantischer Auffassung, widmete sich aber später 
der Genremalerei aus dem Volksleben. Seine Bilder zeigen Schärfe 
der Charakteristik mit grossem Ernst der Auffassung verbunden. 
Sein Gemälde "Kinderlust" in der Galerie zu Dresden (Nr. 2805) 
von 1861 zeigt acht spielende Kinder an einer mit Heu beladenen 
Karre; die Kunsthalle in Hamburg hat von "ihm ein Bildnis 
(Nr. 44.6); in der Nationalgalerie zu Berlin „Lehrers Geburtstag" 
(Nr. 198), von 1866, der alte Lehrer ist von Geschenke bringenden 
Kindern umringt; in der Sammlung des Kunstvereins in Bremen 
"Schwarzwaldmädchen" (Nr. 71). Christian Sell (1831-1883), 
welcher sich bei Th. Hildebrandt und Schadow gebildet hatte, 
malte anfangs nur Szenen aus dem Dreissigjährigen Kriege, ge- 
wann aber durch die Feldzüge von 1864, 1866 und 1870[71 ein 
neues seiner Begabung mehr zusagendes Stoffgebiet. Am häufigsten 
schildert er Gefechtsepisoden, eigentliche Schlachtbilder sind bei 
ihm seltener. Die städtische Galerie in Mannheim hat von ihm 
„F1üchtende Soldaten im Dreissigjährigen Kriege" (Nr. 91); in der 
Kunsthalle zu Hamburg "Transport gefangener Soldaten", von
        

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