Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1324082
346 
Klassik 
in 
Romantik 
der 1. 
Hälfte 
19- Jahrh, 
des 
malt meist ländliche Genreszenen. Die Kunsthalle in Karlsruhe 
hat von ihm "Die unterbrochene Mahlzeit" und "Bauernkinder, 
Hühner fütternd" (Nr. 565 und 566); im Museum zu Stuttgart 
"Kaiser Otto der Grosse seinen Speer ins Meer schleudernd", 
"Dominikanermönch, einer ungarischen Zigeunerhorde predigendß 
und "Herzog Alba im Schlosse zu Rudolstadt" (Nr. 722, 728 und 
775); in der Nationalgalerie zu Berlin „Gebet beim Gewitter" 
und "Die Überschwemmung" (Nr. 283 und 284). 
Für die Düsseldorfer Landschaftsmalerei ist Joh. "Wilhelm 
Schirme?" aus Jülich (1807-1863) der Ausgangspunkt einer 
glänzenden Entwickelung geworden. Er selbst wurde durch 
Lessings Beispiel angeregt. Der deutsche Urwald, von 1828, ist 
sein erstes Bild. Schirmer huldigte anfangs der Romantik, indem 
er felsige und waldige Gegenden mit Burgruinen oder lauschige 
Waldeinsamkeit malte, aber eine 1839-1840 unternommene Reise 
nach Italien führte einen völligen Umschwung in seinem Schaffen 
herbei; er vertauschte nun das Naturporträt gegen die ideale 
Landschaft und erhob sich schliesslich zu einem Vertreter der 
historisch stilisierten Landschaft. 1853 folgte Schirmer einem Rufe 
als Direktor an die Kunstschule in Karlsruhe und schuf hier eine 
Reihe von 26 mit der Kohle gezeichneten biblischen Landschaften, 
welche sich jetzt in der Kunsthalle zu Düsseldorf befinden. In 
der Galerie zu Stuttgart befindet sich von Schirmer eine biblische 
Landschaft mit Abraham, der für die Erhaltung Sodoms und 
Gomorrhas bittet (Nr. 708); im Städelschen Institut in Frank- 
furt a. M. eine Alpenlandschaft und "Der barmherzige Samariter" 
(Nr. 458h bis k); im Museum zu Darmstadt eine Abendland- 
schaft, nach Motiven von Heidelberg und der Bergstrasse (Nr. 136); 
in der Kunsthalle zu Karlsruhe die Ansicht der Via mala in 
Graubünden, ein her-anziehender Gewittersturm in der Campagna 
di Roma, die vier Tageszeiten mit biblisch-historischer Staffage 
nach der Parabel vom barmherzigen Samariter (Nr. 611-616); in 
der städtischen Galerie in Mannheim zwei biblisch-historische 
Landschaften (Nr. 86 und 87); im städtischen Museum in Köln 
„Die Kapelle im Walde" von 1831, eine italienische Landschaft, 
sechs Landschaftsskizzen zu dem in Karlsruhe befindlichen 
Cyklus biblischer Landschaften und eine Ansicht von Mei- 
ringen in der Schweiz (Nr. 958a-961b); in der Kunsthalle zu 
Hamburg ein Weg am Waldesrand und "Der Klosterbrand" 
(Nr. 536 und 659); im Museum zu Hannover die Ansicht eines 
Bergsturzes bei Goldau, von 1838, eine Landschaft bei Sturm von 
1849 und eine Herbstlandschaft von 1862, dann eine Gegend bei 
Terni und "Weg über die Alpen" (Nr. 157-161); im Museum zu 
Leipzig die Grotte der Egeria, eine niederdeutsche Landschaft,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.