Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1324054
Ittenbach, Schrödter, Hasenclever, K. Hühner, J. Becker. 
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eine sozialistische Tendenz anklingt, fand in Karl lTübner (1814 
bis 1879) einen allerdings von Zahmheit und Sentimentalität nicht 
freien Vertreter. Das Stadtmuseum in Königsberg enthält von 
ihm "Die Auspfandung", von 1849 (Nr. 167), das Museum in 
Hannover „Die Verlassene", von 1846, den "Wilddieb und seinen 
Sohn", die unerwartete Heimkehr der Söhne (Nr. 76-78); in 
der Kunsthalle zu Hamburg "Mittagsruhe der Landleute bei der 
Ernte" (Nr. 410); in der Kunsthalle in Karlsruhe "Der schmollende 
Liebhaber" (Nr. 569); im Museum in Breslau „Die Heirats- 
vermittelung" von 1847, eine Szene in einer Bauernstube (Nr. 845); 
in der Berliner Nationalgalerie "Die Sünderin an der Kirch- 
thür", von 1867 (Nr. 143). Auch das Bauernleben selbst, mit Be- 
tonung bestimmter provinzieller Eigenheit, fand unter den Düssel- 
dorfern schon einige Schilderer; so hat Jakob Becker aus Worms 
(1810-1872) die Bauern des Westerwaldes mit besonderer Vorliebe 
dargestellt. In der Neuen Pinakothek befindet sich sein bekanntes 
Bild "Schnitter auf dem Felde, während eines Gewitters gewahrend, 
dass der Blitz im Dorfe gezündet" (Nr. 426); im Städelschen 
Institut in Frankfurt a. M. „Der vom Blitz erschlagene Schäfer" 
von 1844 (Nr. 447); in der Kunsthalle zu Karlsruhe „Der 
Heiratsantrag" (Nr. 567); im Museum zu Hannover „Die alte 
lllärchenerzählerin", von 1849 (Nr. 15); in der Berliner National- 
galerie das Hauptbild Beckers, mit dem in der Neuen Pinakothek 
übereinstimmend, "Schnitter auf dem Felde, das vom Blitz an- 
gezündete Dorf gewahrend" (Nr. 532). Rudolf Jordan aus Berlin 
(1810-1887) erschloss der Düsseldorfer Genremalerei wieder ein 
völlig neues Gebiet mit glänzendem Erfolge; er machte Reisen 
nach Holland, Belgien, Frankreich und Italien, aber sein bevor- 
zugtes Gebiet blieb immer die Schilderung des Lebens der Fischer 
an den norddeutschen Seeküsten. Die Nationalgalerie in Berlin 
besitzt von ihm: den "Heiratsantrag auf Helgoland", von 1834, 
den "Tod des Lotsen", von 1856, die Schiffswinde in der Nor- 
mandie von 1834, das holländische Altmännerhaus von 1866 und 
"Der Witwe Trost", zwei Frauen in einer friesischen Fischerhütte 
von 1866 (Nr. 151-155); in der Galerie zu Dresden von ihm 
"Schiffbruch an der normannischen Küste" von 1848 (Nr. 2296); 
im Museum zu Breslau „Die zurückgekehrte Tochter", ein 
Mädchen mit einem Kinde, vor dem Eingangs eines holländischen 
Fischerhauses sitzend (Nr. 679); im Museum zu Köln der Suppen- 
tßg in einem französischen Kloster, von 1868 (Nr. 964); im Museum 
zu Stuttgart "Schiffbruch an der Küste der Normandie" 
(Nr. 729); in der Kunstsammlung in Bremen "Der ungeschickte 
Zahnarzt", ein Bauer und der erschreckt zurückweichende Zahnarzt 
(Nr. 68); im Museum zu Leipzig "Der erste Besuch am Morgen
        

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