Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323990
Kühler, 
MüCkeJ J' 
Lessing 
Bendemann, 
Hühner, 
337 
ein geharnischter Ritter in Halbfigur (Nr. 79); im Museum zu 
Breslau "Felicitas und der Schlaf", nach Tiecks Geschichte vom 
Kaiser Octavianus (Nr. 820); im Museum zu Leipzig eine heilige 
Familie (Nr. 111); in der Galerie zu Dresden, ausser dem schon 
genannten Bilde, ein schwarzbartiger Judenkopf und die Bildnis- 
studie zu einem Landsknecht (Nr. 2225 und 2226), dann das 
Bildnis des Hofschauspielers Porth und die Disputation Dr. Luthers 
mit Dr. Eck (Nr. 2228 und 2229); in der Nationalgalerie zu 
Berlin, ausser dem oben genannten Bilde, der Jesusknabe auf 
'Wolken sitzend, Ruth und Naemi und "Die Schutzengel" (Nr. 144 
bis 146), dann ebendort das Bildnis Gottfried Schadows (Nr. 530) und 
"Magdalena am Leichnam Christi" (Nr. 512). Den Versuch, geschicht- 
liches Pathos zum Ausdruck zu bringen, machte Eduard Bendemann 
aus Berlin (geboren 1811, gestorben 1890), aber das Tragische wird 
bei ihm zum Weinerlichen. Seine bekanntesten Bilder: die 
trauernden Juden im Exil von 1832 im Museum zu Köln (Nr. 966), 
sein Jeremias auf den Trümmern von Jerusalem von 1834, im 
Besitz des deutschen Kaisers, die Wegführung der Kinder Israels 
in die babylonische Gefangenschaft von 1872, in der Berliner 
Nationalgalerie (Nr. 24), alle drei Variationen desselben Stoffs, be- 
weisen dies. In dem Werke, welches Bendemann am längsten 
beschäftigte, in den Wandgemälden in zwei Sälen des Königlichen 
Schlosses in Dresden, mit geschichtlichen und mythologischen 
Darstellungen, ist es nur der Kinderfries, der durch Verbindung 
von Formenschönheit mit frischer Ertindungsgabe zu fesseln ver-' 
mag. Das stärkste Talent der Düsseldorfer Schule war Karl 
Flrüdrtch Lessing aus Breslau, geboren 1808, gestorben 1880 zu 
Karlsruhe. Er begann wie seine Genossen mit Illustrationen, 
trauerndes Königspaar, Leonore u. a. und in seinen Bildern mit 
Ritter- und Räuberromantik, aber im ernsten strengen Studium 
der Landschaft fand er den Weg zum Charaktervollen und Markigen. 
Hierfür kommen besonders seine Eifellandschaften in Betracht: 
scharf sind die Formen des Bodens wiedergegeben, und den 
ernsten Eindruck erhöht oft noch die Gewitterstimmung. In der 
Staffierung äussert sich noch der romantische Geschmaok- Auch 
seine Historienbilder dieser Periode atmen wirkliche geschichtliche 
Stimmung, durch seine Hussbilder hat er die Leistungen der 
realistischen Geschichtsmalerei Münchens übertroffen; da. ist drama- 
tische Spannung, frisch gestaltende Charakteristik und selbst ein 
Schein von Leidenschaft. Die Lessingsche Richtung in der Land- 
schaft wirkte besonders kräftig auf die Düsseldorfer Schule zurück, 
namentlich wurde J oh. Wilh. Schirmer von ihm angeregt. Lessings 
Gemälde finden sich in fast allen deutschen Galerien. Von ihm in 
der Kunstsammlung zu Basel eine Waldlandschaft von 1858 mit, 
Ebe, Cicerone. III. 22
        

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