Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323939
Zimmermann, Gail, Feuermüller, Lindenschmit. 
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(1803-1871) in München ist Geuremaler. Von ihm enthält die 
Kunsthalle in Hamburg eine römische Volksszene "Unterzeich- 
nung eines Ehekontraktes" und „Auf der Alpe" (Nr. 501 u. 502), 
das Stadtmuseum in Königsberg eine YVirtshausstube an der 
preussischen Grenze zur Zeit der Cholera (Nr. 180). Karl Friedrich. 
Moritz Müller, genannt Feuermüller, wegen seiner beliebten Licht- 
und Feuereffekte, geboren 1807 zu Dresden, gestorben 1865 zu 
München, hat zunächst in Dresden, dann in Münqhgn Studiert, Im 
Museum zu Leipzig befindet sich von ihm "Das Abendgebet", 
eine Mutter mit zwei Kindern bei Lampenbeleuchtung (Nr. 437); 
in der Sammlung zu Lützscliena eine Feuersbrunst (Nr. 4). 
Ludwig Kachel (1830-1858), in München und Paris gebildet, ist 
in der Kunsthalle zu Karlsruhe durch ein Bild "lllinne", die Ver- 
lobung zweier Liebenden aus dem Ende des Mittelalters dar- 
stellend, vertreten (Nr. 576). Wilhelm Lindenschnzit der Jüngere, 
geboren 1829 in München, gestorben daselbst 1895, war der Schüler 
seines Vaters, besuchte dann die Münchener Akademie, darauf das 
Städelsche Institut in Frankfurt a. M. und ging zur weiteren Aus- 
bildung nach Antwerpen und Paris. Er liess sich 1863 in München 
nieder. In dem lebensvollcn Realismus seiner historischen Dar- 
stellungen ist die spezifisch malerische Wirkung sehr entschieden 
betont, sein reiches Kolorit lässt vielfach Einflüsse der belgischen 
Schule erkennen. Das Museum in Breslau enthält von ihm: "Der 
Unterricht", ein junges Mädchen in der Tracht des 16. Jahrhunderts 
weist einem neben ihr stehenden Knaben die Initialen eines Folianten 
(Nr. 691); im Museum zu Leipzig "Ulrich von Hutten zu Viterbo 
im Kampfe mit fünf Franzosen" (Nr. 476); in der Schackgalerie 
in München „Der Fischer", nach Goethes Ballade (Nr. 81); in 
der Kaiserlichen Galerie zu Wien "Die Ermordung Wilhelms von 
Oranien zu Delft" (Nr. 278); im Germanischen Museum zu Nürn- 
berg ein grosser farbiger Karton "Die Gefangennahme Franz' I. 
in der Schlacht bei Pavia" (Nr. 429); in der Kunsthalle zu Ham- 
burg "Kornernte" (Nr. 452); im Stadtmuseum zu Königsberg 
"Walter Raleigh wird im Tower von seiner Familie besucht", von 
187a (Nr. 279). 
Die Münchener Architekturmalerei ist reich entwickelt; zu 
ihren Vertretern gehört auch Michael Naher (1798-1876), zuerst 
ein Gehilfe des Dekorationsmalers Angelo Quaglio in München und 
von Heinrich Hess in Rom auf die Architektur hingewiesen. 1855 
machte er eine Studienreise nach dem Rhein und nach Belgien. 
1m Rudolfmum zu Prag befindet sich von ihm "Der Pulverturm 
in Bretten" (Nr. 496); ein Bild von ihm im Germanischen Museum 
Zll Nürnberg, eine Szene aus dem italienischen Volksleben, zeigt, 
Neher auch als Genremaler (Nr. 427); in der Neuen Pinakothek
        

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