Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320875
Wandmalereien: 
Niederrhein, 
Württemberg, 
Bayern. 
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stattung des Chors vom Ende des 13. Jahrhunderts: über dem Bogen 
die Verkündigung, am Gewölbe die Medaillonbilder Christi und 
der Evangelistenzeichen, an der Chorwand Christus mit Moses und 
Johannes. 
Bayern. Ähnlich sind die Malereien in der Schlosskapelle zu 
Forchheim, die kurz vor der Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden 
und noch ganz im alten Stil gehalten sind. Die überlebensgrossen 
Darstellungen zeigen eine Verkündigung, das Jüngste Gericht, die 
Anbetung der Könige, dann einige lebensgrosse Prophetengestalten. 
In der Kirche des benachbarten Dornstadt erscheinen die 
Evangelisten, welche den segnenden Heiland umgeben, mit den 
Köpfen ihrer Symbole, obgleich die Malereien dem Beginne des 
13. Jahrhunderts angehören. In der Kirche zu Eschenbach 
bei Hersbruck (Oberpfalz) ist der viereckige Chor mit Wandbildern 
versehen. Links befindet sich ein Jüngstes Gericht: Christus sitzt 
auf dem Regenbogen, zwei Schwerter gehen aus seinem Munde, 
unten kniet Maria fiirbittend, daneben erscheinen die Apostel, von 
denen noch neun erhalten sind, mit ihren Marterwerkzeugen, dann 
sieht man die Frauen am Grabe und Magdalena im Garten vor 
Christus. Endlich ist noch erhalten ein kolossaler Ohristuskopf und 
ein Bischof. Zwischen den Gewölbrippen sind die vier Evangelisten- 
zeichen auf blauem Grunde zwischen Sternen dargestellt. Die 
Figuren sind roh, später übermalt, aber würdig. In Regensburg 
hat die Stiftskirche zu Obermünster Reste eines Jüngsten Gerichtes 
aufzuweisen, gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstanden. In der- 
selben Kirche ist der Rest der Darstellung des Püngstfestes er- 
halten, etwa aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und bereits in der 
neuen Formensprache. Maria sitzt mit erhobenen Händen in der 
Mitte, die Apostel sind in Bewegung zu ihren Seiten, während der 
heilige Geist als schwebende Taube leuchtende Strahlen herab- 
sendet. Unterhalb sieht man zierlich romanische Ornamentik. Es 
sind schlichte, aber feierlich bewegte Gestalten. In dieser Periode 
werden Burgen und Bürgerhäuser mehrfach mit Wandbildern welt- 
lichen Inhalts geschmückt sein, doch sind nur wenige Spuren er- 
halten. Im Lichthof des Hösslinsclien Hauses zu Regensburg sind 
noch Reste-erhalten, welche die Dichterstoffe der Zeit, Minne und 
Kampf, ganz in der Art der Buchmalerei darstellen. Die Gemälde 
sind etwa in den letzten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts ent- 
standen. Aus der Mitte des 13. Jahrhunderts stammen die zwölf 
Wandbilder aus dem Kreuzgang des Klosters Rebdorf bei Eich- 
Stätt (Mittelfranken), jetzt im Nationalmuseum zu München 
(Saal I. Nr. 23). Sie erzählen die Geschichte Daniels und seiner 
Genossen und schliessen sich in der Technik der leicht kolorierten 
Ümrisszeichnung der Buchmalerei an. Hinter den Seitenaltären
        

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