Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320863
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Epoche. 
Spätromanische 
Opherdicke bei Dortmund in der Apsis der thronende Christus; 
in Gastrop bei Dortmund die gleiche Darstellung. Die Marien- 
kirche in Ahlen war in allen "Teilen mit Wandgemälden ge- 
schmückt, ahnlich die Kirche in Sendenhorst. 
Niederrhein. In der Pfarrkirche zu Bilk (Kreis Düsseldorf) ent- 
hielten die vier Gewölbfelder des romanischen Chorhauses Malereien 
des 13. Jahrhunderts, die durch eine Wiederherstellung gänzlich ver- 
dorben sind. Allein die Gestalten der rauchfassschwingenden Engel 
haben noch die ursprüngliche Bildung bewahrt. In der Laibung des 
Triumphbogens erscheinen sechs Medaillons mit der Darstellung der 
klugen und thörichten Jungfrauen in Halbiiguren, dazwischen gutes 
romanisches Ornament. Wohl noch in den achtziger Jahren des 
12. Jahrhunderts entstanden die Deckenbilder im Kapitelsaale der 
Abtei Brauweiler bei Köln. Sie erläutern das elfte Kapitel des 
Hebräerbriefes vom seligmachenden Glauben. Die Figurengruppen 
sind selten glücklich in den Gewölbfeldern untergebracht, aber 
doch oft von erhabener Wirkung. Die Wandbilder in der Chor- 
nische der Kirche von Brauweiler entstanden einige Jahrzehnte 
später. Der hier zwischen Heiligen und Cherubim thronende 
Christus zeigt einen Zug erhabener Grrösse. Die Propheten zwischen 
den Fenstern sind ernste kräftige Gestalten. Aus den ersten Jahr- 
zehnten des 13. Jahrhunderts stammen vermutlich die zehn 
mächtigen Apostelgestalten, auf einzelne Schiefertafeln gemalt, die 
wohl die Brüstung des Orgelchors der St.Kunibertkirche in Köln 
umkleiden sollten. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts sind die 
überlebensgrossen Bilder von Heiligen entstanden, welche sich an 
einigen Pfeilern von St. Kunibert erhalten haben. Die heiligen 
Gestalten an den Wänden der Taufkapelle von St. Gereon zu Köln 
stammen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Die Köpfe sind 
von ovaler, doch etwas schwerer Bildung, aber die Gestalten sind 
schlank. An den Gewandsäumen der weiblichen Heiligen tritt ein 
überreiches feines Gefältel auf, welches bereits die folgende Epoche 
anzeigt. Ebenso deuten die Gewölbmalereien von etwa 1280 in 
der Kirche St. Maria-Lyskirchen zu Köln auf die folgende Epoche. In 
 den drei Kreuzgewölben des Mittelschißs wird die Geschichte Christi 
mit den entsprechenden vorbildlichen Vorgängen aus dem AltenTesta- 
mente erzählt. Typisches wechselt hier mit fein beseelten Köpfen. Die 
Gestalten sind schlank, von weicher Biegung. Die Gewänder zeigen am 
Saum das gehäufte, eckig gebrochene Gefaltel. Die Umrisse sind rot- 
braun, der Untergrund ist blau. An der Westwaud befindet sich die 
Darstellung einer heiligen Jungfrau mit dem Kinde, verehrt von den' 
heiligen drei Königen und zwei anderen Heiligen. 
Württemberg. Die kleine Waldkapelle zu Kentheim im 
Nagoldthale im Schwarzwalde besitzt noch die malerische Aus-
        

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