Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323669
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Klassik u. 
in 
Romantik 
der 1. 
Hälfte 
des 
19- Jßhrh, 
im Museum zu Leipzig das sogenannte Rosenwunder des heiligen 
Franziskus von Assisi (Nr. 170); in der Sammlung des Kunst- 
vereins zu Bremen die Findung Mosis (Nr. 102). Eine tief 
empfundene "Vermählung ltlariä" findet sich in der Sammlung 
Baczynski, jetzt im oberen Geschoss der Nationalgalerie in Berlin. 
In grösseren Kreisen wirkte Overbeck durch Iseine Zeichnungen 
für Stich, Lithographie und Holzschnitt. In der Spätzeit seines 
Lebens entstanden die 40 Zeichnungen zu den Evangelien, die 
Passion und als edelstes Werk die „Sieben Sakramente". Die 
Fresken der Oasa Bartholdy in Rom, jetzt in der Berliner National- 
galerie (Nr. 581-588), an denen Overbeck teilnahm, entstanden 1815 
bis 1817 und schildern die Geschichte Josephs. Der Verkauf Josephs 
(Nr. 581) ist von Üverbeck gemalt, die übrigen Szenen rühren von 
Cornelizas, Veit und W. Schadow her. Zu den Klosterbrüdern von 
San Isidoro gehörte auch Franz Pforr, geboren 1788 in Frank- 
furt a. M, der schon 1812 in Albano starb. Von ihm besitzt das 
Städelsche Institut in Frankfurt a. M. ein unvollendetes Ölbild: 
Rudolf von Habsburg schenkt sein Ross einem Geistlichen (Nr. 412). 
Philipp Veit, geboren 1793 zu Berlin, gestorben in Mainz 1878, 
hatte in der Oasa Bartholdy „die sieben fetten Jahre" (Nr. 586 
der Berliner Nationalgalerie) gemalt; sie sind weltlicher in der 
Formensprache und kräftiger im Kolorit, als die Darstellungen 
seiner Genossen. Nach seiner Übersiedelung nach Frankfurt a. M. 
(1830) malte Veit ein Freskobild im Städelschen Institut: die Ein- 
führung des Christentums in Deutschland durch den heiligen 
Bonifacius, mit den Gestalten der Germaniaund Italia. zur Seite 
(Nr. 416), und eit 1853 im Dom zu Mainz den Freskencyklus 
des Messohors. Als Ölbild ist sein bestes „die beiden Marien am 
Grabe" in der B erliner Nationalgalerie (Nr. 359) und die Himmel- 
fahrt Mariens im Frankfurter Dom. Eine kleinere Wieder- 
holung "der Marien am Grabe" ündet sich im Stifte Neuburg. 
Das Stadelsche Institut enthält noch von ihm: Das Bildnis eines 
jungen Priesters, die Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, Kaiser 
Heinrich VII, als Skizze zu dem Bilde im Römer zu Frankfurt 
und "Maria und Elisabeth" (Nr. 418-421); in der Bremer Kunst- 
halle „Ecce homo" (Nr. 145); im Museum zu Leipzig die 
Kolossalfigur einer Germania, im Hintergrunds der Rhein und 
Köln (Nr. 270). Joseph Führich aus Kratzau in Böhmen, geboren 
1800, gestorben 1876 in Wien, war von allen Genossen Overbeek am 
meisten geistesverwandt; erst später trat er als unduldsamer Kämpe 
für seine religiöse Richtung ein. Er hat Dürer mit Vorliebe studiert 
und ist deshalb in seiner Charakteristik markiger als die übrigen. 
Von seinen Ülbildern sind Jakob und Rahel, dann der Gang der 
Maria über das Gebirge, beide in der Kaiserlichen Galerie in
        

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