Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323632
Schönau, 
Rebell, 
Weitsch, 
Grassi, 
Kügelgen. 
301 
schaften, darunter zweimal den ehemaligen Eichenwald bei Querum 
unweit Braunschweig und das Bodethal mit der Rosstrappe (Nr. 623 
bis 626). Friedrich Georg Weitsch (1758-1828), Schüler von 
W. Tischbein, war Bildnismaler. In der Galerie zu Donau- 
eschingen von ihm das Bildnis des Dichters Tiedge (Nr. 596), 
in der Braunschweiger Galerie das Bildnis seines Vaters Pascha 
Weitsch (Nr. 634), in der Nationalgalerie zu Berlin das Bildnis 
Alexander von Humboldts im Reiseanzuge (Nr. 380) und das Bildnis 
des Abts Jerusalem (Nr. 379). Joh. Heinrich König (1777-1867), 
Historien- und Bildnismaler, meist in Breslau thätig, ist im dortigen 
Museum durch ein Bildnis Gneisenaus, den "Tod der Kleopatraf", 
die Ansicht des Nikolaithors in Breslau von 1807 und ein Selbst- 
bildnis vertreten (Nr. 673, 712, 717 und 736).  Die Kirche zu 
Loit (Kreis Schleswig II.) bewahrt ein schönes aus Eckernförde 
erworbenes Ölbild vom Ende des 18. Jahrhunderts, die Geburt 
Christi darstellend. Anton Hickel, geboren 1745 zu Leipa in 
Böhmen, gestorben 1798 zu Hamburg, malte Porträts. Ein solches 
von ihm ist in der Kunsthalle zu Karlsruhe (Nr. 820), ein anderes 
in der Kunstsammlung zu Basel (Nr. 258). Von Jess Bzmdsevn 
(1766-1829) hat die Kunsthalle in Hamburg ein Architekturstück, 
das Innere der St. J ohanniskirche in Hamburg (Nr. 294). Gerhard 
von Kügelgeiz (1772-1820), Schüler des J anuarius Zick in Koblenz 
und des Ohr. Fessel in Würzburg, durch viele Reisen gebildet, 
wohnte seit 1805 in Dresden. Die Galerie daselbst hat von ihm 
ein Bild "Der verlorene Sohn", eine Halbügur vor landschaftlichem 
Hintergrunds (Nr. 2191); in der Nationalgalerie in Berlin eine 
"Ariadne" von 1816 und eine "Andromeda" von 1810 (Nr. 193 u. 194). 
Epoche der Klassik und Romantik 
(in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts). 
Nach den Befreiungskriegen nimmt die deutsche Malerei einen 
gewaltigen Anlauf zu einer neuen Entwickelung auf nationaler 
Grundlage und erreicht auch wirklich einen hohen Grad der Blüte, 
sowohl in der Anzahl der nun wieder der Malerei zustrebenden 
grossen Talente als in der Menge des Geschaifenen. 
Die Monumentalmalerei erfreut sich erneuter Pflege und ruht 
ganz in den Händen deutscher Meister; die früher üblichen aus- 
ländischen Hofmaler sind nun beseitigt. Allerdings gehen in der 
Malerei zwei gegensätzliche Hauptrichtungen nebeneinander her, 
die klassische und die romantische, deren Anfänge zwar schon in 
der Kunst des letzten Viertels des 18. J ahrhnnderts gegeben waren, 
die aber nun erst zur vollen Entfaltung gelangen. Beide Richtungen
        

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