Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323530
Angel. 
Kauffmann, 
Maron, 
Seehas, 
Knaller. 
291 
Bildnis eines jungen Mannes (Nr. 544); und in der Galerie zu 
Dresden: ein weibliches Bildnis als Sibylle, ein weibliches Bildnis 
als Vestalin und die verlassene Ariadne (Nr. 2181-2183). Von 
männlichen Bildnissen der Angelika Kauiimann befindet sich das 
Winckelmanns im Künstlergütli in Zürich und das Goethes im 
Goethemuseum in Weimar. Anton von Maron, geboren in Wien 
1733, gestorben in Rom 1808, kam jung nach Rom und wurde 
dort der Schüler des Raphael Mengs. Er beschränkte sich auf die 
Bildnismalerei und erwarb darin grossen Ruf. Die Kaiserliche 
Galerie in Wien besitzt von ihm das Bildnis der Kaiserin Maria 
Theresia und das Bildnis des Kaisers Joseph II. (Nr. 1608 und 1609); 
in der Galerie Harrach in Wien das Bildnis des Kardinals Herzau, 
Erzbischofs von Wien (Nr. 132); ein zweites Bildnis des Kardinals 
im Rudoliinum in Prag. Maron hatte die Schwester von Mengs, 
Therese, zur Frau, die selbst eine treffliche Email-, Pastell- und 
Miniaturmalerin war; von ihr bewahrt die Galerie in Dresden 
2 Pastellbildnisse, ein Selbstbildnis und das Bildnis der Julia 
Mengs, einer jüngeren Schwester der Künstlerin (Nr. 178-179). 
Therese Marori wurde 1725 in Dresden geboren und starb 1806 in 
Rom. Christian Ludwig Seehas, Landschafts- und Architektur- 
maler, wurde in Dresden und Wien ausgebildet _und ging dann 
nach Rom; er starb 1802 in Schwerin. Das Museum ebendort hat 
von ihm: ein Brustbild Joseph Haydns, ein zweites Bildnis und 
2 römische Architekturstücke (Nr. 950-954). Martin Knoller hatte 
in Rom Verkehr mit R. Mengs, gehörte aber noch der alten 
Barockrichtung an und malte zahlreiche Freskobilder. Er war 
1728 zu Steinach in Tirol geboren, den ersten Unterricht erhielt 
er bei Paul Troger, dann ging er nach Rom, seit 1765 war er in 
Mailand sesshaft, wo er 1804 starb. Seine Werke sind am zahlreichsten 
in Mailand vertreten, im Residenzschlosse daselbst befinden sich fünf 
Plafonds in Fresko und 30 Ölbilder, doch auch in den Kirchen Tirols 
sind Werke seiner Hand nicht selten. In München malte Knoller 
das kolossale Deckenbild im Bürgersaal des alten Rathauses und 
schmückte die Kirche in Ettal mit Fresken. In der Kirche zu 
Steinach bei Innsbruck befinden sich Knollers beste Altarblätter: 
auf dem Hochaltare der heilige Erasmus, auf den Seitenaltären 
Jtiannes Bapt. und St. Sebastian. Ein grösserer Freskeneyklus 
von ihm, aus dem Leben des heiligen Borromäus, ist an der Decke 
der Servitenkirche an der Goldererbrüeke unweit Hall erhalten. 
Ebenfalls von ihm ist das Deckenbild im grossen Saale des Turn- 
und Taxischen Palais in Innsbruck, das Urteil des Paris, gemalt. 
Von Tafelbildern Knollers besitzt das Ferdinandeum in Innsbruck 
eine grössere Zahl (Nr. 157-271), darunter 2 Selbstporträts, andere 
BildnisseuHistorisches und Mythologisches. Joseph Schöpf, 1745 
191
        

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