Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323478
Ovens, Weyer. 
Denner u. 
Scheits, 
285 
2 Gefechtsszenen (Nr. 598 und 599). Weyer hat sich hauptsächlich 
nach Wouwerman gebildet, ohne dessen Zartheit der Behandlung 
oder dessen Kraft der Farbe zu erreichen. Auch Matthias Scheits 
aus Hamburg (etwa 1640-1700), der ein unmittelbarer Schüler 
Wouwermans gewesen sein soll, obgleich auch der Einfluss Pieter 
Laars und Teniers erkennbar ist, hat neben Sittenbildern in des 
letzteren Art auch Schlachtenbilder und Jagdstücke geschaffen. 
Von ihm ist eine grosse Hirschjagd in der Galerie zu Pommers- 
felden; im Schweriner Museum Rebekka. und Elieser am 
Brunnen, eine musikalische Unterhaltung und ein Schlachtbild 
(Nr. 940-942); in der Galerie in Kassel ein Brustbild (Nr. 593). 
Balthasar Denner war im beginnenden 18. Jahrhundert der einzige 
Meister, welcher dem früheren Ovens an die Seite gestellt werden 
konnte. Denner wurde in Hamburg 1685 geboren, bezog 1707 die 
Akademie in Berlin, trat jedoch schon im folgenden Jahre mit 
Bildnissen an die Öffentlichkeit. Er machte sich in Hamburg 
sesshaft, war aber meist auf Reisen in Deutschland, England und 
Dänemark. Er starb 1749 zu Rostock. Denner war ein Nach- 
eiferer Rembrandts, aber er ging von eigenen scharfen Natur- 
studien aus, allerdings verlor er in seinen berühmten Bildnissen 
alter Männer und Frauen über der Natürlichkeit den geistigen 
Ausdruck aus den Augen. Eines seiner Hauptwerke ist die alte 
Frau in der Kaiserlichen Galerie in Wien (Nr. 1495) von 1721, 
ein anderes das alte Paar in der Münchener Pinakothek (Nr. 1426 
und 1427) und noch ein anderes das Bildnis eines Greises in der 
Galerie in Berlin (Nr. 1014). Wo er jüngere Lebensalter dar- 
stellt, wird seine Ausführung meist breiter und freier. Die grösste 
Zahl seiner Bildnisse, 18 fertige und 46 unvollendete, befinden 
sich im Museum zu Schwerin (Nr. 174-193), die Hamburger 
Kunsthalle besitzt 11 (Nr. 32, 35-37, 38, 41-42), die Dresden er 
Galerie 8 (Nr. 2064-2071), das Braunschweiger Museum 6 
(Nr. 595-600), das Museum in Stuttgart 3 (Nr. 563, 573 und 
588), die Sammlung in Lützschena bei Leipzig eins (Nr. 205). 
Joh. Georg Stuhr aus Hamburg (1640-1721) malt Landschaften, 
Seestücke und auch Bildnisse. Seine Bilder sind in ihrem an die 
Schule Rembrandts erinnernden bräunlichen Kolorit mit denen 
Matthias Scheitsf zu vergleichen. 1m Schwerin er Museum 2 
Bilder von ihm, welche beide einen Flottenkampf auf ruhiger See 
vorstellen (Nr. 995 und 996); die Galerie in Kassel hat einen 
Südlichen Seehafen (Nr. 592). Ehmst Stumm aus Hamburg (1657 
bis 1712) malt Stillleben in der Weise des Abraham Mignon. 
Von ihm befinden sich zwei schöne Fruchtstücke im Museum zu 
Schwerin (Nr. 997 u. 998) und ein Blumenstrauss im Rudolfinum 
zu Prag (Nr. 671).  In der Domkirche zu Pelplin (West-
        

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