Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320831
Wandmalereien: 
Niedersachsen. 
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gehöht. Der gleichen Zeit gehörten die Wandmalereien in der 
sogenannten Capella sub claustro der Liebfrauenkirche zu Halb er- 
Statlt an: Maria mit dem Kinde und vier Apostel. Die Wand- 
malereien in der Kirche sind erst späteren Ursprungs; die Ge- 
stalten der Propheten im Langhause und im Vorchor wohl erst 
Vem letzten Viertel des 13. Jahrhunderts. Diese Bilder, wie die 
ältere Darstellung der Herrlichkeit Mariens in der Apsis wurden 
1845 durch moderne Nachbildungen ersetzt. In der südlichen 
V0rhalle der St. Ägidenkirche zu Quedlinburg finden sich Ge- 
mälde auf Goldgrund aus dem 13. Jahrhundert. Die im Klee- 
blattbogen ausgeschnittene Tafel enthält zwei Reihen Darstellungen, 
Unten links die Geisselung, inmitten die Kreuzigung, rechts die 
Kreuztregung, oben links Christus vor Pilatus, in der Mitte 
Christus und Maria thronend, rechts die Auferstehung. Die Ge- 
mälde zeigen starke dunkle Umrisslinien. Das umfassendste Denk- 
mal der Wandmalerei auf sächsischem Boden ist der Bildercyklus 
im Dom zu Braunschweig. Sämtliche Wände und Gewölbe 
Waren meist mit Gemälden bedeckt, die Bibel in Bildern vor 
Augen führend. Bei der 1815 erfolgten Erneuerung der Gewölbe 
gingen die Malereien in der Chornische zu Grunde, von jenen im 
nördlichen Kreuzflügel blieben nur Reste erhalten. Die Gemälde 
der Chorquadrate enthalten den Stammbaum Christi, Kain und 
Abel, den Engel mit Abraham, Moses vor dem Dornbusch und 
die Aufrichtung der ehernen Schlange. Im Triumphbogen er- 
scheint die Darstellung des Sündenfalls. Die Deckenbilder der 
Vierung geben die Erlösungsgeschichte: im Scheitel das Lamm 
Gottes, um dasselbe gruppiert Christi Geburt, die Darstellung im 
Tempel, die Marien am Grabe, der Gang nach Emmaus, das Mahl 
daselbst, und die Ausgiessung des heil. Geistes. Eingeschlossen 
wird dieser Cyklus von dem zwölftürmigen Mauerkranz des himm- 
lischen Jerusalems; aus den Türmen treten die 12 Apostel, und 
die vier Zwickel enthalten je ein Prophetenpaar. In der Laibung 
des Bogens, der von der Vierung zum südlichen Querhausarm 
führt, sind die Medaillonköpfe von Engeln und Propheten, dann 
unten die Gestalten der Maria. mit dem Kinde und der heiligen 
Barbara angebracht. Das Gewölbe dieses Armes enthält die Vor- 
führung der Herrlichkeit Christi, während die Schildbogen einige 
Ereignisse aus dem Leben Christi wiedergeben.  Die Malereien 
des nördlichen Flügels sind zerstört.  Die Wände des ChOr- 
qflßdrats sind mit drei Reihen von Gemälden überdeckt, welche 
T118 Geschichten des heiligen Johannes Bapt, des heiligen Basilius und 
des heiligen Thomas Becket ausführlich erzählen. Die Wände des 
Sudllchen Querhausarmes bringen die Legende von der Auffindung 
des Kreuzes und Märtyrerszenen zur Anschauung. Dazu treten
        

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