Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323210
Trautmann, 
Hirt, 
Morgenstern, 
Rottmayr u. a. 
259 
von I-mrath aus Antwerpen seit 1673 hergestellt. Im Chor der- 
selben Kirche sind Fresken aus der Apokalypse um 1725 von 
Pranner aus Giessen gemalt; sie sind von geringerem Wert. Das 
Schloss Idstein hat im Obergeschoss des südlichen Flügels einen 
Saal mit Deckengemälden von 1714, von Valentin David Albrecht 
aus Mainz gemalt. 
Andrea del Pozzo wurde namentlich Lehrer der perspektivischen 
Raummalerei und schuf selbst Vorbilder auf deutschem Boden, so 
die Malerei der Kuppel über der Mitte des Langhauses in der 
Universitätskirche zu Wien. Zur Ausmalung der Kuppel in der 
Martinskirche zu Bamberg und zu den Altarbildern daselbst 
scheint Pozzo nur die Entwürfe geliefert zu haben. Die Fresko- 
malereien der Decke im grossen Empfangssaale des Liechten- 
steinschen Gartenpalastes in Wien sollen von Pozzo herrühren; 
sie stellen oberhalb des Gesimses einen luftigen Hallenbau dar, 
welcher mit zahlreichen Figuren, die Thaten des Herknles 
schildernd, geschmückt ist. Unter den Nachfolgern Pozzos steht 
der Tiroler Johann Franz Michael Rottmayr von Rosenbrunu voran. 
Er ist zu Laufen 1660 geboren, gestorben zu Wien 1730 und hat sich 
namentlich unter Karl Loth gebildet. Die Hauptorte seiner Thätig- 
keit waren Salzburg und Wien, doch brachte ihm sein Ruhm auch 
Aufträge von aussen, wie er denn in der Jesuitenkirche in Breslau 
11m 1696 das Hauptgewölbe, im Schloss Pommersfelden die Decke 
des grossen Saals malte. Zu seinen besten Leistungen gehören 
die Kuppelgemälde der Karlskirche und der Petrikirche in Wien, 
dann die Deckenbilder, welche er 1713 im alten Wiener Rathause 
malte, jetzt in das neue Rathaus in Wien übertragen, und die 
Deckenbilder in der Klosterkirche zu Mölk. Im Liechtensteinsohen 
Gartenpalais zu Wien malte er Fresken an den Gewölben der 
Hallen des Erdgeschosses. Er zeigt sich in diesen Fresken als 
Meister der Technik; seine Pinselführung ist flott und sicher, die 
Farbe von hellem heiteren Ton, der Monumentalwirkung durchaus 
angemessen. Weniger ansprechend sind seine Tafelbilder; die 
frische, kräftige Färbung derselben ist gewöhnlich das Beste. In 
dßll Kirchen Wiens und Salzburgs sind seine Altarbilder nicht 
selten, von seinen weltlichen Historien sei das pathetische Opfer 
der Iphigenie in Aulis in der Kaiserlichen Galerie in Wien 
(Nr. 1659), dann die Klage der Venus um den toten Adonis in 
de!" Liechtensteingalerie (Nr. 95) hervorgehoben.  Glßißhfallß ein 
Schüler des Karl Loth war Peter Strudel aus Cles in Tirol, ge- 
boren 1660, der sich in Wien ansässig machte und dort 1714 starb. 
_Er war Architekt, Ingenieur, Bildhauer und Maler, erreichte aber 
111 der letzteren Eigenschaft Rottmayr nicht. Strudel ist der 
Gründer der Kunstakademie in Wien geworden. Die Privatanstalt, 
17g
        

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