Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323154
Kobell, 
Wolf, 
Beich, 
Ongers 
253 
heftigem Sturme mit einem Reitertross, in der Kaiserlichen Galerie 
in Wien (Nr. 1445 und 1446). Doch hat er in seiner späteren 
Zeit auch Veduten gemalt, z. B. eine Aussicht auf München in der 
Schleissheimer Galerie (Nr. 715), allerdings ziemlich reizlos. 
Beich schmückte den Bürger- und Kongregationggagl in München 
mit den Ansichten der Wallfahrtsorte, und war auch in Freising 
und Landshut thätig. Landschaften von ihm ünden sich noch in 
verschiedenen Galerien: in Augsburg eine Landschaft mit ruhenden 
Schafen und einer Ziege (Nr. 352), eine ähnlich staffierte Landschaft 
(Nr. 358), ausserdem noch drei Landschaften mit biblischer Staifage 
(Nr. 455-475); im Rudolfinum in Prag eine waldige Landschaft 
mit Kühen (Nr. 32); im Museum zu Stuttgart eine Gebirgsgegend 
im Charakter der Abruzzen (Nr. 567) und eine wilde Gebirgsgegend 
(Nr. 582); in der Galerie zu Mannheim zwei wilde Gebirgs- 
gegenden und eine Landschaft aus Oberitalien (Nr. 28-30); in 
der Galerie zu Braunschweig zwei Landschaften mit Hirten 
(Nr. 614 und 615).  Andreas Wolf, geboren zu München 1652, 
gestorben daselhst 1716, Hofmaler in München und Freising, schuf 
eine grosse Anzahl derber, naturalistischer Bilder für fast sämtliche 
Kirchen Münchens: im J osephsspital den Tod des heiligen Joseph; 
dann im Dom zu Freising den heiligen Matthäus und die heilige 
Dreifaltigkeit u. a.  Amigioni, ein Venezianer, geboren 1675, 
malte einige Jahre in München und fertigte in Schleissheirn: in 
Fresko die Geschichte des Aneas, in Öl die Audienz, die Max 
Emanuel vor Belgrad dem türkischen Gesandten gestattete, ausserdem 
Altarblätter in München, Freising und Benediktbeuren. In Franken 
ist Oswald Ongers aus Mecheln, der 1660 nach Würzburg kam, der 
beschäftigtste. Er malt viele Altar-blätter, z. B. zu Heidingsfeld 
die Kreuzigung, und lieferte Kartons für den Dom zu Würzburg 
zur Anfertigung von Hautelissetapeten  das Leben des heiligen 
Kilian  mit Anklängen an Rubens; er starb 1728.  Als 
Häusermaler der Zeit sind berühmt geworden: Bergmüller in 
München (geboren 1688) und Holzer in Augsburg (1709); beide sind 
auf diesem Felde, wo ihre gesunde Natur sich frei bewegen konnte, 
nicht ohne Verdienst. In der Trausnitz zu Landshut malte 
Franz Joseph Geiger um 1679 die Wandbilder des Herzogszimmers, 
Szenen des Alten Testaments enthaltend, dann daselbst die Wand- 
bilder des Rittersaals und die des Herzoginnenzimmers.  Johann 
Rudolf Byss-aus Solothurn, geboren 1660, gestorben zu Würzburg 
1738, der als Geschichtsmaler zu den unerquicklichsten italieni- 
sierenden Virtuosen gehört, hat im Blnmen- und Fruchtstück 
Besseres geleistet. Einen Blumenstrauss von 1701 besitzt das 
Museum in Kassel (Nr. 595), ein anmutiges Stillleben, einen 
Römerkopf von einem Blumengewinde umgeben, die Galerie in
        

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