Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323143
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des Barock- 
Zeit 
Rokokostils. 
und 
bei einem toten Elch, denen Adler die Beute streitig machen (Nr. 836); 
im Rudolflnum in Prag ein Tiger und eine Löwin, um einen toten 
Hirsch kämpfend (Nr. 592); in der. Sammlung zu Lützschena 
bei Leipzig zwei Bären im Kampfe mit zwölf Hunden; in der 
Sammlung Schönborn in Wien eine Barenjagd (Nr, 113); in der 
Nostizschen Sammlung in Prag zwei Hirsche, ein Tier und ein 
Fuchs bei einem Felsen (Nr. 222), und ein Bar einen weissen 
Hirsch zerreissend, während rückwärts ein Luchs lauert (Nr. 281). 
Als besondere Meisterwerke sind hervorzuheben: der Kampf 
zwischen Bären und Hunden und die von Hunden gehetzten Hirsche 
in der Galerie in Dresden (Nr. 2013 u. 2012). Ebendort befinden 
sich noch von ihm Circa und Odysseus in einer mit Tieren jeder 
Art gefüllten Höhle (Nr. 2010) und Hirsche mit Reihern in einer 
Landschaft (Nr. 2011). Weitere Meisterwerke Rutharts sind die 
leidenschaftlich aufgefasste Hirschjagd in der Galerie Atems in 
Graz mit ihrem Gegenstück ebenda. Die Darstellungen Rutharts 
sind oft von einer so elementaren Energie, dass man an Rubensche 
Tierkämpfe erinnert wird. Der Meister hat auch Radierungen 
geliefert.  Bis in das 19. Jahrhundert hinein hat die aus Mann- 
heim stammende Familie Kobell in München das Tierstück gepflegt. 
An ihrer Spitze steht Ferdinand Kobell (1740-1799), dessen Tier- 
studien aber besser in seinen Radierungen, als in seinen hart ge- 
malten Bildern zur Geltung kommen. In der Landschaft schloss 
er sich vornehmlich an van Goyen an. Von seinen Landschafts- 
bildern enthält die Galerie in Augsburg: eine felsige Waldgegend 
mit weidendem Vieh (Nr. 486), eine waldige Gegend bei Sonnen- 
untergang mit Bauern und Wanderern (Nr. 485), eine Waldland- 
schaft mit einer Schafherde (Nr. 487), eine Landschaft mit See 
und Teich, durch einen Reiter belebt (Nr. 488) und eine waldige 
Berglandschaft mit einer J agdszene (Nr. 489);  die Galerie in 
Aschaffenburg zwei Ansichten der Gegend bei Aschaffenburg 
(Nr. 304 und 305); das Museum in Stuttgart fünf Landschaften, 
in verschiedener Beleuchtung (Nr. 622, 630, 634, 642 u. 645); die 
Galerie in Darmstadt drei Landschaften, worunter eine mit einem 
Wasserfall von 1791 (Nr. 75-77); die Kunsthalle in Karlsruhe 
sechs Landschaften (Nr. 391-396); die Galerie in Mannheim 
zwei Landschaften (Nr. 51 u. 52).  Im Geschmack dem Agricola 
verwandt ist Joachim Franz Beich, geboren zu Ravenstein 1665, 
gestorben in München 1748. In seiner Jugend malte er Schlachten- 
bilder, wandte sich dann der Landschaft zu und kam durch seinen 
Aufenthalt in Italien auf die Pfade des Poussin, Claude und Salvator 
Rosa. Landschaften dieser Richtung sind die Morgen- und Abend- 
landchaft in der Münchener Pinakothek (Nr. 1423 und 1424), 
die Gebirgslandschaft mit Wasserfall und die Waldlandschaft bei
        

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