Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1323056
Ludger d. Jüng. u. Heribert tom Ring u. a. 
Hermann, 
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aus derselben Zeit rühren zwei Tafelgemälde in der Kirche zu 
Kappenberg her, Maria und Anna, sowie Johannes Bapt. und 
Johannes Ev. darstellend. Aus der Frühzeit des 17. Jahrhunderts 
stammt der hölzerne Aufsatz eines Seitenaltars in der katholischen 
Kirche zu Rhynern (Kreis Hamm), welcher an der Predella die 
Brustbilder des heiligen Augustin und Norbert, im Hintergrunds 
des Baldachins das Brustbild des Johannes Bapt., zu Seiten die 
Figuren eines Bischofs und des Johannes Ev. und an dem obersten 
Aufsatz nochmals vier kleine Medaillons zeigt. 
Im vormaligen Sitzungssaale des Renthofs in Kassel (Hes sen) 
befindet sich ein grosses Ölgemälde auf Kalkgrund, den Landgrafen 
Wilhelm IV. in der Versammlung seiner Räte in lebensgrossen 
Figuren darstellend. Die Stiftskirche in Wunstorf (Hannover) 
enthält ein Epitaphium im nördlichen SeitenschiiT, auf beiden 
Seiten bemalt; einerseits die Auferweckung des Lazarus, anderseits 
die Auferstehung Christi, darunter knieend die Stifter, von 1569. 
Ein zweites Epitaphium ebendort, von 1568, im Chor, zeigt zu 
beiden Seiten des Gekreuzigten die Stifter, Dietrich von Mandelsloh 
mit sechs Söhnen und Hedwig von Mandelsloh mit drei Töchtern. 
Eine Holztafel an der südlichen Chorwand der St. Blasienkirche 
in Münden enthält auf landschaftlichem Hintergrunds den Ge- 
kreuzigten, darüber Sonne und Mond, ferner kleiner den Heiland 
als Weltenrichter auf dem Regenbogen thronend, von posaunen- 
blasenden Engeln umgeben; in den oberen Ecken der Tafel erscheint 
Christus, einmal in der Vorhölle, dann als Auferstandener; am 
Fusse des Kreuzes steht der Stifter Burchard Mithob mit seiner 
Familie (Nr. 1564). Ein Epitaphium im Chor der Marktkirche zu 
Üsterode zeigt oben die Auferstehung Christi, unten Herzog 
Philipp 1., seine Gemahlin, sechs Söhne und drei Töchter, von 
1573. In der Schlosskapelle zu Celle trägt der unter dem Ost- 
fenster stehende Altar ein grosses Gemälde mit zwei älteren 
Flügelbildern. Die letzteren enthalten die knieenden Gestalten des 
Herzogs Wilhelm des Jüngeren und seiner Gemahlin Dorothee. 
Aus der Kreuzigung des grossen Mittelbildes spricht die Technik 
eines niederländischen Meisters aus der Mitte des 16. Jahrhunderts; 
dasselbe ist inschriftlich 1569 von F. Mehrten de Vos aus Ant- 
werpen gemalt. An den Aussenseiten der Flügel befinden sich 
die Verkündigung und die Geburt Christi, wohl von demselben 
Meister. Die dem Altar zunächst befindlichen Gemälde weisen 
auf die beiden Sakramente hin: zur Rechten die Taufe Christi im 
Jordan, zur Linken das heilige Abendmahl; dann folgen eine 
Anzahl Bilder zur Erläuterung der protestantischen Glaubenslehre; 
auch auf der Empore finden sich eine Anzahl Gemälde. Ver- 
mutlich war de Vos der Urheber. In der Ratsstube des Rathauses 
 16""
        

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