Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322974
Elsheimer, 
Lingelbach. 
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Basel die Hochzeit des Pelops (Nr. 113); in der grossherzoglichen 
Sammlung in Mannheim "Johannes predigt in der Wüste" 
(Nr. 50); im Museum zu Kassel eine Landschaft mit Merkur und 
Argus (Nr. 572); in der Sammlung zu Lützschena bei Leipzig 
Szene zwischen Amor und Psyche (Nr. 271) im geschlossenen 
Raume bei Fackellicht. Von deutschen Malern ist nur Johannes 
'König als Schüler Elsheimers zu nennen, der sich wahrscheinlich 
in Rom an dessen römischen Frühstil anschloss. Ein Miniatur- 
bild im Münchener Kupferstichkabinett ist von König 1613 in 
Rom gemalt, und eine Kopie der Allegorie Elsheimers (Nr. 1389, 
Münchener Pinakothek) befindet sich in der Residenz in München. 
Er scheint bis in die 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig ge- 
wesen zu sein; Werke von ihm sind uns in geringer Zahl bekannt. 
Möglicherweise gehören ihm auch die mit Johann König be- 
zeichneten Darstellungen der 4 Jahreszeiten in der Kaiserlichen 
Galerie in Wien (Nr. 1596-1599), doch stehen diese der Art des 
Albano näher, als der Elsheimers.  Durch die trostlosen deutschen 
Verhältnisse wurden, wie damals schon der jüngere Holbein, jetzt 
auch Johannes Lingelbach aus Frankfurt a. M., Kasper Netscher 
aus Heidelberg, Govaert Flink aus Kleve, Nikolaus Knüpfer aus 
Leipzig, Rudolf Backhuysen aus Emden, Peter van der F aes aus 
Soest (Sir Peter Lely) und Gottfried Kneller aus Lübeck in die 
Fremde getrieben. Lingelbach und Netscher werden gewöhnlich 
zu den niederländischen Künstlern gezählt, habenaber von den 
Vorgenannten noch am meisten einen deutschen Zug bewahrt. 
Johann Lingelbach, geboren 1623, stirbt 1687 in Amsterdam. Seine 
"Heuernte" in der Pinakothek zu München (Nr. 1403) hält sich 
an das Vorbild Wouwermans. Die Galerie in Augsburg ent- 
hält von Lingelbach die Ansicht des Hafens von Livorno bei 
ruhiger See, zur Zeit der untergehenden Sonne (Nr. 109); im 
Städelschen Institut in Frankfurt das Selbstporträt des Künstlers 
(Nr. 342), römische Hirten unter einem Baume ruhend (Nr. 343) 
und eine Szene an einem südlichen Hafenplatz (Nr. 344); im 
Ferdinandeum in Innsbruck ein Seestück mit einem Schiff am 
Ufer (Nr. 637); im Rudolfinum in Prag nErfrischung vor einer 
Osteria"; im Germanischen Museum in Nürnberg eine Landschaft 
bei Sonnenuntergang mit einer Jagdgesellsehaft als Stailage 
(Nr. 539) und eine italienische Parkszene von 1671 (Nr. 360); 
in der Galerie zu Aschaffenburg, "Wandrer ruhen am Fusse 
eines Hügels"; in der Kunsthalle zu Karlsruhe ein öiientlicher 
Platz in einer italienischen Stadt mit allerlei Staffage von 1669 
(Nr. 316); im städtischen Museum zu Köln die Rückkehr von der 
Jagd, vermutlich mit einer Staffage von J. Wynants (Nr. 644 c), 
und eine Landschaft mit leuchtenden, schön geformten Wolken-
        

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