Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322944
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der Deutschrenaissance. 
Zeit 
seinen Bildnissen seien genannt: Das der Magdalena, Gemahlin 
des Herzogs Wolfgang Wilhelm und des Herzogs Ernst, Erz- 
bischofs von Köln, beide in der Ahnengalerie zu Schleissheim 
(Nr.'24 und 135). Die Mehrzahl der Wandbilder im Grottenhofe 
der Neuen Residenz in München rührt von Pudovanino her, 
ebenso ein Teil der Bilder im Antiquarium und in den Pracht- 
zimmern desselben Baues. Ein anderer Italiener, Ant. Maria 
Viviano von Ürbino malte Altarbilder für die Michaelshofkirche 
in München, besonders für die heilige Kreuzkapelle. Ein Nieder- 
länder, Friedrich Sustris aus Amsterdam (1525-1599), war an der 
Ausmalung des Grottenhofs in der Neuen Residenz in .München 
beteiligt und malte 1579 und 1580 in der Trausnitz zu Lands- 
hut. Seine- Tafelbilder sind fast nur aus Stichen bekannt. 
Alexander Siebenbürger malte 1564-1578 ebenfalls in der Traus- 
nitz; von ihm sind die Wandbilder der Narrenstiege daselbst und 
eine Anzahl mythologisch-historiseher Bilder, meist roh ausgeführt 
und mehrfach übermalt.  Ein geborener Münchener, in Italien 
Carlotto genannt, ist Karl Loth (1632-1698). Er hat sich mehr 
von Caravaggio als von den Venezianern beeinüussen lassen, dafür 
zeugt seine kräftige, aber oft trübe Färbung. Seiner Charakteristik 
fehlt die Lebensenergie. In der Galerie in Dresden befinden 
sich von ihm 4 Kniestücke: Hiob mit seinem Weihe und seinen 
Freunden, Loth mit Töchtern, Ecce homo (Nr. 2005-2008); in 
der Galerie in Schleissheim ein sterbender Seneca, eine heilige 
Familie und ein Bildnis (Nr. 683-685); in der Pinakothek in 
München die Stiftung desBosenkranzes, der Schutzengel und 
„Agrippina, die Mutter Neros, wird noch lebend ans Ufer ge- 
tragen" (Nr. 1408-1410); in der Galerie in Augsburg eine Hagar 
in der Wüste (Nr. 301); in der Galerie zu Donaueschingen ein 
Ecce homo (Nr. 198); im Museum in Braunschweig der ver- 
lorene Sohn und eine Ceres in halber Figur (Nr. 572 und 573); 
und im Ferdinandeum zu Innsbruck ein Urteil Salomos (Nr. 804), 
 Johann de Pey, geboren 1589 zu Riedlingen in Schwaben, ge- 
bildet in den Niederlanden, um 1640 kurfürstlicher Hofmaler in 
München, gestorben daselbst 1660, hat vorzugsweise Bildnisse ge- 
liefert. Von ihm sind: im Germanischen Museum zu Nürnberg 
das Bildnis eines Mannes (Nr. 355), in der Galerie zu Augsburg 
sein Selbstbildnis (Nr. 342). 
Der hervorragendste Künstler der Anfangszeit des 17. Jahr- 
hunderts ist Adam Elsheimer, 1578 in Frankfurt a. M. als Sohn 
eines Schneiders geboren, gestorben in Rom gegen 1620. Sein 
erster Lehrer war Philipp Uifenbach in Frankfurt (1566-1639), 
kein hervorragender Künstler, doch im engen Anschluss an Dürer 
stehend. Uffenbachs grosse Kompositionen, wie die Himmelfahr
        

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