Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322866
224 
Zeit 
Deutschrenaissance. 
der 
Jerusalem. Die Darstellung umgiebt ein gemalter Rahmen, auf 
dessen rotem Grunde grau in grau Engel mit den Leidenswerk- 
zeugen u. a. dargestellt sind. Ferner in der Galerie zu Aschaffen- 
burg: Nr. 30 der vom Kreuze abgenommene Leichnam Christi; 
im Museum zu Breslau: Nr. 42 eine zweifelhafte Grablegung 
Christi; und endlich in der Galerie zu Dresden: Nr. 1969 die 
Kreuzigung Christi zwischen den Schächern, unten Johannes und 
die drei Marien. 
Johann von Aachen wurde 1552 in Köln geboren und starb 
1615 in Prag. Sein Vater stammte aus Aachen und lebte in Köln. 
Johanns erster Meister war Jerrigh; 1574 ging er nach Venedig 
und wurde Schüler von Morett, hierauf nach Rom. dann nach Florenz 
und zurück nach Venedig; 1588 war er wieder in Köln, worauf 
um 1600 ein zweiter Aufenthalt in Köln folgte. Unterdes gelangte 
Johann von Aachen nach München zu Herzog Wilhelm V. von Bayern, 
dann nach Prag an den Hof Kaiser Rudolfs H. und wurde 1592 
zum kaiserlichen Kammermaler ernannt. Nach einer zweiten 
italienischen Reise kam Meister Johann 1601 nach Prag zurück, 
wurde geadelt und behielt auch unter Kaiser Mathias sein Amt; 
er starb 1615 zu Prag. Johann von Aachen erscheint in seinen 
historischen Bildern als Manierist, doch findet man bei ihm weniger 
die aus der Nachahmung Michelangelos hervorgegangenen Über- 
treibungen. Sein Kolorit ist der venezianischen Schule verwandt. 
Seine Porträts sind oft von charaktervollem Ausdruck, aber auch 
im Kolorit glasig und kalt. Im Museum zu Köln sind von Johann 
von Aachen: Nr. 447 die Erweckung des Lazarus; Nr. 447a ein 
Triptychon mit dem Salvator mundi in der Mitte, einem knieenden 
Ritter und einer Frau im schwarzen Gewande auf den Flügeln; 
Nr. 447b Bildnis eines sechsjährigen Mädchens von 1582; Nr. 448 
Maria mit dem Ohristuskinde von Engeln, Hirten und Hirtinnen" 
umgeben; Nr. 449 Maria mit dem Kinde in halber Lebensgrösse, 
unten mit einem knieenden Kartäuser; und Nr. 450 Bildnis des 
Kölnischen Bürgermeisters Johannes Broelmann von 1588. In 
Kölner Kirchen befinden sich von ihm: ein Altar in St. Maria im 
Kapitol, welcher in der Mitte die Madonna mit dem Kinde und 
die heilige Anna, auf den Flügeln innen den heiligen Johannes Ev. 
und die heilige Maria aussen den heiligen Petrus und die heilige 
"Oäcilia mit dem knieenden Stifterpaare zeigt; in der ehemaligen 
Antoniterkirche eine Kreuzigung. Die Münsterkirche in Bonn hat 
von ihm in einem Altaraufsatz die Grahlegung mit dem Stifter und 
die Erscheinung des Heilands als Gärtner bei Maria Magdalena. In 
der Schwarzenbergischen Begräbniskapelle in München hat Johann 
von Aachen die Auffindung des heiligen Kreuzes gemalt, ausserdem 
ist von ihm in München das Familienbild des Herzogs Wilhelm V,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.