Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322769
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Blütezeit. 
grau in grau, auf dem rechten Flügel die heilige Barbara und den 
heiligen Sebastian, letzterer wieder grau in grau. Das Bildnis 
Nr. 615 zeigt einen jungen Mann auf dunkelgrünem Grunde. 
Dieselbe Galerie enthält von Barthel Bruyn, aus seiner mittleren 
Zeit, welche schon das Eindringen italienischer Elemente erkennen 
lasst: eine llrlaria mit dem Kinde, vor ihr knieend der Herzog von 
Kleve als Stifter (Nr. 639), dann aus der letzten Periode des 
Meisters, in der Nachahmung der kühnen Stellungen Michelangelos, 
die Darstellung des ungläubigen Thomas (Nr. 654). Grössere 
Gleichmässigkeit bewahrt Bruyn in seinen Bildnissen; zu seinen 
schönsten gehört das des Bürgermeisters Johannes von Ryht von 
1525 in der Berliner Galerie (Nr. 588). Ebenda sind von Bruyn 
vorhanden: Nr. 612 Beweinung Christi, ein frühes Bild, in dem 
sich die Abhängigkeit vom Meister des Todes Maria noch deutlich 
ausspricht; Nr. 613 die Dreieinigkeit, Gegenstück zu dem vorigen; 
Nr. 613 A Maria mit dem Kinde und Amor, vorn der Stifter, 
wieder ein Gegenstück zum vorigen Bilde. Ein liebenswürdiges 
Werk des sogenannten Meisters von Frankfurt ist der Flügelaltar 
in der Berliner Galerie (Nr. 575-575 B) mit der heiligen Anna, 
der heiligen Maria und dem Christuskinde als Hauptdarstellung.  
Der Meister von Kappenberg ist in derselben Galerie durch ein 
Doppelbild vertreten (Nr. 1193), Verkündigung und Geburt Christi. 
Von Aldegrever" enthält die Galerie in Berlin das Bildnis des 
Engelbert Therlaen, Bürgermeisters von Lennep (Nr. 566 A), von 
1551, und von Ludger tom Ring dem Älteren das Bildnis eines 
jungen Mannes (Nr. 700).  In der Galerie zu Braunschweig 
werden zwei Bildnisse von Barthel Bruyn bewahrt (Nr. 14 u. 15), 
beide von 1539.  Aus der Frühzeit des Meisters des Todes Mariä 
stammt eine kleine Anbetung der Könige in der Dresdener Galerie 
(Nr. 1962). Stärker unter italienischem Einflusse steht eine grosse 
Anbetung der Könige, aus San Luca d'Erba bei Genua stammend, 
jetzt in der Galerie in Dresden (1963); der Typus der Maria ist 
hier dem auf den Bildern des Mabuse nah verwandt. Ebenda, 
von demselben Meister noch ein Bildnis (Nr. 1964), einen bartlosen 
jungen Mann darstellend. Von Barthel Bruyn enthält die Dresdener 
Galerie das Bruchstück einer Beweinung Christi (Nr. 1966) aus der 
mittleren Zeit des Meisters stammend.  Ein Hauptwerk des 
Meisters vom Tode Maria ist die Stiftung des Kölner Ratsherrn 
Johann Schmitgen von 1524, ehemals auf dem Hauptaltar in 
St. Maria in Lyskirchen, jetzt im Stadelschen Institut in Frank- 
furt a. M. (Nr. 93). Der Schrein enthält im Mittelbild die Klage 
um den Leichnam Christi, auf den Flügeln Joseph von Arimathia 
mit der Dornenkrone und die heilige Veronika mit dem Schweiss- 
tuche. Ebenfalls im Städelschen Institut befindet sich eine Maria
        

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