Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322754
Meister. 
Niederrheinische und westfälische 
213 
Samariterin am Brunnen, rechts innen, wie Christus seiner Mutter, 
aussen, wie er der Magdalena erscheint. Die beiden unteren 
Doppelklappen enthalten links aussen den Einzug in Jerusalem 
und Judas den Verräterlohn empfangend, innen das Abendmahl 
und Judas' Verrat; rechts aussen Kreuzabnahme und Grableg-ung, 
innen Himmelfahrt und Sendung des heiligen Geistes. Das Ganze 
beherrscht ein edler Stil in der Gruppierung und in den Affekten; 
die Gemälde mögen in den Anfang des 16. Jahrhunderts gehören. 
Ein grosser Schnitzaltar in der Petrikirche in Dortmund hat 
Gemälde an den Rückseiten der inneren Flügel und an beiden 
Seiten. Der äussere Flügel: 36 Darstellungen aus dem Leben 
der Heiligen Emerentia, Anna, Maria, aus dem Leben Christi und 
18 auf das heilige Altarsakrament bezüglichen Darstellungen. Von 
einem kölnischen Meister Hildegard sind nur zwei Flügel eines 
grossen Altarwerks von 1523 in der Dominikanerkirche in Dort- 
mund erhalten; es sind vier Szenen aus dem Marienleben dar- 
gestellt. Der Hochaltar in der evangelischen Kirche zu Schwerte 
hat auf den Flügeln 72 legendarische Szenen, inschriftlich 1523 
gemalt. Eine selbständige Stellung muss man dem Meister eines 
grosseu Flügelaltars einräumen, der aus der Kirche zu Amelsbüren 
in das Provinzialmuseum zu Münster gekommen ist. Das Mittel- 
bild enthält eine Kreuzigung; die Seiteniiügel zeigen in vier Ab- 
teilungen Christus am Ölberge, die Gefangennehmung, Geisselung 
und Dornenkrönung, andererseits Auferstehung, Himmelfahrt, Au- 
giessung des heiligen Geistes und Jüngstes Gericht. Diese noch 
auf Goldgrund gemalten Bilder folgen der realistischen Weise. 
Verwandten Charakters, wenn auch schwächer, erscheint ein Ge- 
mälde aus der Kirche in Schöppingen, jetzt im Provinzialmuseum 
zu Münster. Das Mittelbild ist wieder eine Kreuzigung, während 
die Flügel die Szenen vor und nach derselben schildern; das 
Kolorit ist schwächer als bei den meisten Zeitgenossen. Zwei 
Tafeln aus der katholischen Kirche in Lünen befinden sich jetzt 
im Museum des Kunstvereins zu Münster: die Kreuzigung mit 
den Sehächern und den heiligen Frauen im Vordergrunde, der 
Kreuztragung im Hintergründe, dann die Kreuzabnahme mit der 
Grablegung und der Vorhölle im Hintergrunde. Das Beiwerk zeigt 
den Stil der Frührenaissance. 
Hessen-Kassel, Berlin etc. Vom kölnischen Meister des TodesMariä 
enthält die Galerie in Kassel das Bildnis eines Mannes in mittleren 
Jahren (Nr. 10), ein für den Meister besonders charakteristisches 
Werk.  In der Galerie zu Berlin ist der Meister des Todes 
lliariä. durch ein Altarbild und ein Bildnis vertreten. Das Altarbild 
(Nr. 578) zeigt in der Mitte die Anbetung der Könige, auf dem 
linken Flügel die heilige Katharina und den heiligen Christophorus
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.