Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322720
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Blütezeit. 
von ausgesprochenem Renaissancecharakter; die sechs Felder der 
Aussenseite bilden eine einzige grosse Darstellung des Jüngsten 
Gerichts; die Rückwand zeigt zehn grosse Bilder aus der Jugend- 
geschichte Christi und die heilige Sippe. Der Georgs- und Viktors- 
altar in derselben Kirche ist in einer Antwerpener Werkstatt in 
der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden. Die Gemälde 
der Flügel zeichnen sich durch starke Betonung der Landschaft 
aus; die Figuren zeigen kräftige Bewegung und geschwungene 
Gliedmassen. Dargestellt sind Szenen aus dem Leben der Heiligen 
Victor, Georg, Sebastian, Rochus und Antonius. Der Antonius- 
altar im nördlichen Seitenschiff der Pfarrkirche zu Kempen ist 
wieder ein um 154.0 in Antwerpen entstandenes Werk. Die Flügel 
enthalten 16 Szenen aus dem Leben des heiligen Antonius. Im 
Vordergrunde herrscht ein bräunlicher im Hintergrunde ein blau- 
grüner Ton vor. Es sind vielfach Putten verwendet. In der 
Pfarrkirche zu Kapellen (Kreis Geldern) befinden sich zwei 
grosse Holztafeln, die erste zeigt den heiligen Adrian und Johannes 
Bapt., die zweite die Heiligen Katharina und Elisabeth. Die Rück- 
seiten der Tafeln enthalten Christus am Kreuz und die Bildnisse 
der. beiden Stifter. Es sind ausgezeichnete niederländische Arbeiten 
aus den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts. Das Haus Caen 
in Straelen (Kreis Geldern) hat in der Kapelle im zweiten Stock 
ein Triptychon: in der Mitte Christus am Kreuz, um den Kreuzes- 
stamm schwebend drei Engel, unten die heiligen Frauen und 
Johannes; auf dem linken Flügel die Geisselung, auf dem rechten 
die Beweinung. Die Bilder stammen von einem bedeutenden 
niederländischen Meister aus der ersten Hälfte des 16. Jahr- 
hunderts. Im Chor des Viktordoms in Xanten, an den ersten 
beiden freistehenden Pfeilern, befinden sich zwei auf beiden Seiten 
bemalte Tafeln, die zusammen eine Darstellung der heiligen Sippe 
geben. Der Hintergrund ist für beide Flügel eine offene Halle 
mit dem Ausblick in eine Landschaft. Die Bilder sind von 
Viktor Dünnwege gemalt. Der Antoniusaltar ebenda hat Flügel- 
gemälde von Viktor Dünnwege: auf den Innenseiten Szenen aus 
der Legende des heiligen Antonius; auf den Aussenseiten die 
Heiligen Thomas und Antonius, Dionysius und Maria Magdalena. 
Die Architektur ist noch gotisch, die Landschaft fein und licht, 
die Gestalten von jugendlicher Zartheit; die Farben sind von 
glänzender Leuchtkraft. Ebenda befindet sich der lifürtyreraltar 
mit Malereien der Flügel: auf den Innenseiten Passionsszenen, 
auf den Aussenseiten die Messe des heiligen Gregor, das Opfer 
Melchisedeks und der Mannaregen; an der Predella Christus auf 
der Säule knieend, die heilige Agatha und nochmals Christus in 
offener Landschaft, dann die Heiligen Helena, Christophorus, Anna
        

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