Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322693
Meister: 
Kölnische 
Woensam 
207 
zeigt in der Mitte den segnenden Heiland, auf den Flügeln Maria 
und Johannes und stammt von 1527. Ebenda befindet sich Maria 
mit dem Kinde in einer Weinlaube aus der besten Zeit Lums 
-Cr(mach.s des Älteren, ungemein lieblich und anmutig. 
Tirol. Das herrlichste von allen Madonnenbildern Cramzchs 
des Älteren ist das in der Pfarrkirche zu Innsbruck, wahr. 
scheinlich von 1517; das Gesicht lllariens von der zärtlichen Ern- 
pfindung belebt, welche das entzückend lebendige Kind in ihr 
hervorruft. In der Kapuzinerkircbe in Innsbruck befindet sich 
ebenfalls ein Gemälde Oranachs des Älteren, die Maria das Christus- 
kind saugend. Von demselben bewahrt das Ferdinandeum in 
Innsbruck die heilige Dreifaltigkeit, umrahmt von Engelköpfchen 
(Nr. 117), und einen heiligen Hieronymus in der Wildnis (Nr. 116). 
Ebenda befindet sich von dem jüngeren Cranacll, eine Madonna 
mit dem Kinde (Nr. 118). 
Ungarn. In der Nationalgalerie zu Pest befinden sich von 
Cra-naclz dem Älteren zwei Bilder der Tochter der Herodias (Nr. 172 
und 177), dann eine Ehebrecherin vor Christus (Nr. 171). 
Die Malerei am deutschen Niederrhein blieb jetzt ausser Zu- 
sammenhang mit der im übrigen Deutschland geübten. Köln war 
noch der Mittelpunkt, aber die Kölnische Schule stand seit dem 
Ende des 15. Jahrhunderts nicht mehr an der Spitze, sie musste 
der mächtig aufgeblühten Kunst der stammverwandten Niederlande 
weichen. Anton Woeusam von Worms, Sohn des bedeutenden Malers 
"Jasper Woensam von Worms, kam schon früh mit seinen Eltern 
nach Köln und ist seit 1518 in selbständiger Thatigkeit nachgewiesen. 
Er starb 1541 in Köln. Seine Gemälde sind nicht zahlreich, zahl- 
reicher seine Zeichnungen für Holzschnitte. ln Woensams Werken 
mangelt noch der niederländische Einfluss, dagegen ist der von 
Wohlgemuth und Dürer ausgehende sehr bemerkbar. Er charakte- 
risiert trocken und nüchtern, seine Zeichnung ist hart, seine Farbe 
tiefbräunlich. Aus dem Jahre 1529 besitzt das Wallraf-Richartz- 
Museum in K öln von ihm eine Gefangennahme Christi (Nr. 355). Ein 
Flügelaltar mit der heiligen Sippe, in der Sammlung Clave von 
Bouhaben in Köln, zeichnet sich durch leuchtende Färbung aus. Eine 
 thronende Madonna zwischen Heiligen und Stiften: von 1530 befindet 
sich im Pfarrhause von St. Severin in Köln. Das für Woensam 
am meisten charakteristische Bild ist der Christus am Kreuze im 
Kölner Museum (Nr. 354) von 1535. Am Fusse des Kreuzes haben 
sich ausser Maria und Johannes auch Petrus und die Heiligen des 
Kartäuserordens zusammengefunden, dazu der Stifter des Bildes und 
seine Verwandten.  Der schon Seite 74 u. H. erwähnte llfcister des 
Todes Mariä in Köln  vermutlich Joost van der Beke, genannt 
van Cleve  zeigt dagegen deutlich den Einduss des Quintin lllassyg
        

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