Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322558
EIS. 
Hannover 
I-Iolbein der Jüngere u. Zeitgenossen: 
193 
Wandmalereien über dem Chorbogen aufgedeckt, das Jüngste 
Gericht darstellend. Der kolossal gebildete Christus sitzt als Welten- 
richter auf dem Regenbogen, von Maria, Joseph und zehn Aposteln 
umgeben, Petrus steht weiter unten an der Himmelspforte. Die 
Malerei könnte der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstammen. 
Hannover. Etwa 1530 dürfte Holbein der Jüngere das kleine 
Bild des Melanchthon in der Galerie zu Hannover gemalt haben 
(Nr. 188), durch kühlen Farbenton bei zartester Modellierung aus- 
gezeichnet. 1539 malte Holbein den Prinzen von Wales, Eduard, 
in der Galerie zu Hannover (Nr. 186); der kaum 15 Monate alte 
Prinz ist lebensgross in halber Figur dargestellt. Ebenda, unter 
Nr. 187 das kleine Bildnis eines Mannes, vielleicht von 1532.  
Dem Jahre 1533 gehört das von Holbein gemalte Bildnis eines 
Kaufmanns vom Stahlhofe in London an (Nr. 18). 
Thüringen. Von Jakob Seisenegger aus Wien besitzt das 
Museum in Weimar das Bildnis eines Grafen (Nr. 24). 
Königreich Sachsen. Das Doppelbildnis des Thomas Godsalve 
und seines Sohnes John in der Dresdener Galerie (Nr. 1889), 
1528 von Holbein dem Jüngeren gemalt, zeichnet sich durch 
rücksichtslose Naturtreue aus. Eine der grossartigsten Leistungen 
Holbeinscher Bildnismalerei ist das Porträt des Sieur Charles 
Solier de Morette in der Dresdener Galerie (Nr. 1890); derselbe 
ist lebensgross in Balbiigur, in einem schwarzen Atlaswams mit 
weissgeschlitzten Ärmeln dargestellt. Die Originalzeichnung zu 
dem obigen Bilde befindet sich ebenfalls in der Dresdener Galerie 
(Nr. 1891). Die Holbeinsche Madonna des Bürgermeisters Meyer 
in der Dresdener Galerie (Nr. 1892) ist eine vorzügliche, leicht 
veränderte, niederländische Kopie des Darmstädter Originals, etwa 
1637 entstanden. 
Provinz Brandenburg und Berlin. Aus dem Jahre 1532 stammt 
ein von Holbein dem Jüngeren gemaltes Bildnis des Kaufmanns 
Georg Gisze in der Berliner Galerie (Nr. 586), von liebevoller 
und meisterhafter Ausführung. Ebenda das Bildnis eines jungen 
Mannes von Holbein (Nr. 586 c) aus dem Jahre 1533, ein Seiten- 
stück zu. dem Bilde in der Galerie Schönborn in Wien. Aus den 
letzten Lebensjahren Holbeins rührt das Bildnis eines vornehmen 
Mannes mit dunkelblondem Vollbart in der Berliner Galerie 
(Nr. 886 B) her. 
Ostpreussen. Endlich wird noch das Bildnis eines Mannes 
aus der Reformationszeit im Stadtmuseum zu Königsberg (Nr. 64) 
für Holbein den Jüngeren in Anspruch genommen. 
"Lucas Cranach der Ältere, ein eingewanderter fränkischer 
Maler, trat auf sächsischen Boden schulbildend auf. Lucas Müller 
oder Sunder war 1472 in Kronaeh in Franken geboren und wurde 
Ehe, Oicerone. III.   13
        

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