Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322508
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Blütezeit. 
dem eines römischen Königs, aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, 
st unbedeutend. Ein Triptychon (Nr. 187-189) giebt auf dem 
linken Flügel innen die Grablegung, aussen die Anbetung des 
Kindes, in der lYIitte Christus am Kreuz mit Magdalena, Maria und 
Johannes, auf dem rechten Flügel innen die Auferstehung, aussen 
die Verkündigung der Botschaft an die Hirten. Die Gemälde von 
1536 sind mittlere Leistungen und bereits etwas geziert in der 
Auffassung. Die Sammlung bei Fleischhauer in Kolmar enthält 
"ein Gemälde von Hans Leu, bezeichnet 1521, die Madonna mit 
dem Kinde, welches mit einem Rotlinken spielt, und Johannes 
Bapt. mit dem Lamm in ausgezeichneter Ausführung darstellend. 
Ein Triptychon in der St. Johanniskirche zu Sulzhach (Kreis 
Kolmar) enthält an der Aussenseite einen Bischof, zu dessen Füssen 
ein Knappe kniet, einen Ritter mit grosser roter Fahne; auf dem 
Mittelbilde den heiligen Michael Seelen wägend; links Christus als 
Weltenrichter und den Tod als Schnitter mit der Sense; rechts 
den reichen Prasser und den armen Lazarus, dann Messe und 
Kommunion. Die Gemälde, zwischen 1520 und 1530 entstanden, 
sind mit goldgepressten ornamentierten Umrahmungen eingefasst.  
Am ehemaligen Augustinerchorherrenhaus, jetzt Strafanstalt. im 
grünen Worth in Strassburg, hat sich an der Aussenfassade 
ein stark übermaltes Dekorationsbild von 1541 erhalten. 
In Lothringen in der Kirche zu Sillegny (Kreis Metz) hat 
sich ein Cyklus von Wandmalereien aus dem Jahre 1540 erhalten, 
deren Kunstwert nicht sehr bedeutend ist: im Chor der Jesse- 
baum, Bischöfe und Apostel, die Lorettokapelle mit einer Madonna 
oben und den Stiftern unten, weibliche Heilige und Bischöfe u. a.; 
im Langhaus Heilige und Apostel, die Jagd des heiligen Hubertus 
und ein Jüngstes Gericht mit Paradies und Höllenrachen. 
Grossherzogtum Baden. Eine Kreuztragung Christi von Holbein 
dem Jüngeren in der Kunsthalle zu Karlsruhe (Nr. 64) von 1515 
ist noch in der Werkstatt seines Vaters entstanden; sie istjiberaus 
reich und lebendig in der Komposition. Eine Reihe von Gestalten 
fallen in den Kreis des älteren Holbein, daneben treten frisch 
erfundene Gestalten auf. Aus dem Jahre 1522 stammen zwei 
Flügelbilder Holbeins des Jüngeren. in der Kunsthalle zu Karls- 
ruhe (Nr. 66 und 67) mit der heiligen Ursula und dem heiligen 
Georg. Ein Brustbild des Erasmus von Rotterdam (ebenda Nr. 67) 
ist ein Originalwerk Holheins. dem Baseler Exemplare verwandt, 
aber nicht identisch.  Im Chor der ehemaligen Jesuitenkirche 
in Konstanz befindet sich ein gutes llrIadonnenbild aus dem 
16. Jahrhundert, im Schiff daselbst die Darstellungen der 15 Ge- 
heimnisse des Rosenkranzes, aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts. 
Im Chor der Kirche St. Stephan in Konstanz sieht man gute
        

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