Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322422
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Blütezeit. 
in den Anfang der zwanziger Jahre des 16. Jahrhunderts. Aus 
dem Jahre 1522 besitzt dieselbe Sammlung (Nr. 623) die Steinigung 
des heiligen Stephanus; die Charakteristik der steinigenden Juden 
ist nicht ohne Übertreibung. Ebenda, von demselben Meister 
(Nr. 552 B), der Kopf eines Greises auf dunklem Grunde und 
(Nr. 630 A) ein Altarbild. Das letztere zeigt auf dem Mittelbilde die 
Anbetung der Könige, auf den Flügeln den heiligen Georg und 
den heiligen Mauritius, auf den Rückseiten die heilige Katharina 
und die heilige Agnes; das Bild stammt aus der Stadtkirche in 
Halle.  Zu den ersten datierten Gemälden Altdorfers von 1507 
gehört das Doppelbild des heiligen Franziskus, der die Wundmale 
empfängt, und'des heiligen Hieronymus, beide in Landschaft, in 
der Berliner Galerie (Nr. 638), dann eine Landschaft mit einer 
Satyrfamilie ebendort (Nr. 638 A). Es sind kleine Tafeln, zeigen 
aber den Künstler von seiner liebenswürdigsten Seite. Eine Ruhe 
auf der Flucht von 1510, in der Berliner Galerie (Nr. 638 B) von 
Baldung, zeigt im Vordergrunde einen reichen Renaissancebrunnen, 
an dem Maria sitzt; das Kind beugt sich hinab, um im Wasser 
zu plütschern, daneben öffnet sich der Blick auf ein bergiges 
Seeufer und die Gebäude einer Stadt. Dem Jahre 1531 gehört 
Baldungs köstliches Genrebild an, welches das Sprichwort "der 
Bettel sitzt auf der Schleppe der Hoffart" erläutern soll (Berliner 
Galerie Nr. 638 O). Im Vordergrunde der Prachtbau eines Renais- 
sanceschlosses; der Besitzer, in Rittertracht, eilt zum Willkomm 
einem vornehmen Paar entgegen; auf der Schleppe der Dame 
lässt sich eine Bettlerin mit fortschleifen. Eine kleine Kreuzigung 
in der Galerie zu Berlin (Nr. 638 D) gehört der Spätzeit des 
Meisters an.  Burgkmair ist in der Berliner Galerie durch eine 
kleine heilige Familie von 1511 vertreten (Nr. 584), dann durch 
zwei Altarflügel (Nr. 569 und 572), welche den heiligen Ulrich 
und die heilige Barbara darstellen. Von Jörg Breu stammt eine 
von Engeln gekrönte Madonna von 1512 in der Berliner Galerie 
(Nr. 597 A).  "Das Bildnis Kaiser Karls V. von Ambergez in der 
Berliner Galerie (Nr. 556), 1534 entstanden, zeigt schon alle Vorzüge 
des Meisters, lebendige Auffassung und vornehme Farbenzusammen- 
stellung. Das Bildnis des Kosrnographen Sebastian Münster von 
demselben (Galerie, Berlin Nr. 583) stammt von 1552. Das Bildnis 
des Feldhauptmanns Georg von Frundsberg (ebenda. Nr. 577), bald 
nach 1528, dem Todesjahre Frundsbergs, gemalt, kann nicht mit 
Sicherheit für Amberger in Anspruch genommen werden.  Die 
Flügel des Hauptaltars im Dom zu Brandenburg enthalten Gemälde: 
auf der Innenseite die Heiligen Benedikt und Magdalena, Bernhard 
und Ursula, auf der Aussenseite die vier grossen Kirchenlehrer. 
Der Schrein, bezeichnet 1518, ist ursprünglich für Lehnin gefertigt.
        

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