Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322291
Nachfolger Dürers: 
Oberbayern, 
Baden. 
167 
nis des Grafen Wolfgang von Ötting in der Münchener Pina- 
kothek (Nr. 218) ist dagegen eine ganz geringe Leistung Schafner-EL 
 Schwaben. Die Wochenstube der heiligen Anna. in der 
Galerie zu Augsburg (Nr. 2) gehört zu den undatierten Bildern 
aus der Spittzeit Altdorfers. Die Wochenstube ist in die Vorhalle 
einer Kirche verlegt, bei der sich gotische Formen mit einer 
Renaissancekuppel vorfinden. In den Hauptfiguren zeigt sich derbe 
Charakteristik und naive Auffassung, dazu tritt ein magisches Hell- 
dunkel und verleiht dem Bilde einen besonderen Zauber. Ein 
hervorragendes Werk, welches Altdorfer nahe steht, ist der grosse 
Altar in der Augsburger Galerie (Nr. 47-51) vom Jahre 1517. 
Bei geschlossenen Flügeln ist die Verkündigung sichtbar; geöifnet 
zeigen das Mittelbild und die Flügel Christus am Kreuz zwischen 
Schächern, unter den Kreuzen zahlreiche Zuschauer; die Land- 
schaft fehlt gänzlich. Schon dies entspricht der Art Altdorfers 
nicht und noch weniger die langen und hageren Gestalten des 
beiwohnenden Volks. Die Verkündigung auf der Aussenseite der 
Flügel ist grau in grau gemalt, nur das Fleisch und die Haare 
erhielten Naturfarbe.  Die Gemälde Schafners in der Augs- 
burger Galerie (Nr. 66-69) gehören zu dem für Kloster Wetten- 
hausen um 1515 entstandenen Altarwerke und geben in derber 
Auffassung das Abendmahl des Herrn, Christus vor Pilatus, die 
Verleugnung Petri, die Verspottung Christi und die Fusswaschung 
wieder. 
Grossherzogtum Baden. Vier Altarflügel in derKunsthalle zu 
Karlsruhe (Nr. 70-73) werden Hans Burgkmair zugeschrieben, 
aber nicht mit Sicherheit; sie stellen die Beweinung Christi, die 
Gruppe von sieben Nothelfern, die Heiligen Eustachius und Seba- 
stian und die Heiligen Nikolaus und Bartholomäus vor. Es sind 
stehende Figuren mit einer Gebirgslandschaft im Hintergründe. 
Drei von vier Flügeln eines Altars in der Galerie zu Donau- 
eschingen (Nr. 69-71) werden ebenfalls für Burgkmair in An- 
spruch genommen. Auf den Innenseiten erscheint die Darstellung 
Aller Heiligen, auf den Aussenseiten Szenen einer Passion.  Bei 
den drei Tafeln Schafners im Stuttgarter Altertumsmuseum 
von 1516 und 1519, Christi Geburt, Vorhölle und Auferstehung, 
wird Wohl mehr Gesellenarbeit vorliegen. Dem Jahre 1518 ge- 
hören die beiden breitgemalten, charaktervollen Halbiiguren des 
heiligen Petrus und des heiligen Paulus in der Kunsthalle zu 
Karlsruhe an (Nr. 78 und 79). Vom sogenannten Meister von 
Sigmaringcvz (vergl. Württemberg, Schwarzwaldkreis) enthält die 
Kunsthalle in Karlsruhe eine Kreuzigung Christi; den Tod Mariä. 
und die Anbetung der heiligen drei Könige (Nr. 55-57). Einer 
frühen Entwickelungsstufe desselben Meisters gehören die Reste
        

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