Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322270
Nachfolger Dürers: 
Oberbayern. 
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von Aschafenburg dürfen wohl die vier Flügelbilder zu dem von 
Grünewald gemalten Mittelbilde (Mauritius und Erasmus) in der 
Münchener Pinakothek (Nr. 282-285) mit dem heiligen Lazarus 
und Chrysostomus, der heiligen Magdalena und der heiligen Martha. 
zugeschrieben werden.  Von Hains Baldung befinden sich in der 
Münchener Pinakothek die Bildnisse der Markgrafen Christoph 
und Philipp Christoph von Baden (Nr. 287 und 286) in markiger, 
etwas harter malerischer Ausführung.  Eine köstliche Landschaft 
von Altdorfer ist das Bildchen in der Münchener Pinakothek 
(Nr. 288), auf welchem der heilige Georg in goldener Rüstung, 
am Ausgang eines Buchenwaldes mit dem Drachen kämpfend, dar- 
gestellt wird. Der Wald ist von einschmeichelndem Zauber; der 
Baumschlag von freier korrekter Behandlung. Ein reines Land- 
Schaftsbildchen ohne Staffage in der Münchener Pinakothek (Nr. 293) 
ist etwa um 1510 entstanden. Eine Verherrlichung Mariens in der 
Münchener Pinakothek (Nr. 291) bringt wieder Beleuchtungs- 
elfekte; so in der dichtgedrängten Glorie der Engel, die in dem 
goldenen Licht,_ in der Tiefe des Raums ganz verschwinden. Auf 
der Rückseite des Bildes ist Magdalena am leeren Grabe und ihre 
Begegnung mit Christus dargestellt. Die badende Susanne. von 
1526 in der Münchener Pinakothek (Nr. 289) fesselt trotz mancher 
Bunthciten und Härten doch wegen der sauber durchgeführten 
Architektur. Dem Jahre 1529 gehört Altdorfers Schlacht zwischen 
Alexander und Darius an (München, Pinakothek Nr. 290), die im 
Auftrage Herzog Wilhelms IV. entstanden ist. Es ist eine Schlacht 
aus des Künstlers Zeit; die Hauptwirkung liegt in der Landschaft; 
die machtvoll auflodernde Sonne und die erlöschende Mondsichel 
geben dem Ganzen einen grossen symbolischen Zug. Ein dem 
Altdorfer nahestehendes Werk, der Universitätsaltar in der Münchener 
Pinakothek (Nr. 291) hat auf dem llIittelbilde, in einer Landschaft 
mit einem Schloss inmitten eines Teiche, die Gestalten des heiligen 
Bischofs Narcissus und des Evangelisten Matthäus; auf den Innenseiten 
der Flügel ist links Maria mit dem Kinde, rechts Johannes Evangelist, 
lauf den Aussenseiten, grau in grau bis auf die Fleischteile aus- 
geführt, der heilige Christoph und die heilige Margarete. dar- 
gestellt. An Altdorfer erinnern die Pflanzen des Vordergrundes 
und die schillernden Farben der Gewänder, aber die Gestaltenbildung 
ist eine andere. Noch näher zu Altdorfer führt die kleine Be- 
Weinung Christi in der Münchener Pinakothek (Nr. 292). Auch 
hier findet sich der üppige Pflanzenwnchs im Vordergrunde 
und reicher landschaftlicher Hintergrund, aber die Charakteristik 
ist derber, der Ausdruck der Empfindung ungezügelter als bei 
Altdorfer.  Von Michael Ostcndorfer ist das Bildnis des Herzogs 
Albrecht V. von 1543 in der Galerie zu Schleissheim (Nr. 109).
        

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