Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1322220
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Bayern, von 1547 (Nr. 80) und das des Herzogs Friedrich von 
1546 (Nr. 121), dann das Bildnis des 13 jährigen Markgrafen 
Philibert von Baden in der Münchener Pinakothek (Nr. 300). Von 
dem jüngeren Hans Schöpfer (gest. 1610) sind vier Frauenbild- 
nisse in der Schleissheirner Galerie (Nr. 122-126) zu nennen.  
Augsburg behielt weiter die Stellung eines Vororte für die 
schwäbische Malerei. Hier war dem älteren Holbein im 16. Jahr- 
hundert Hans Burgkmair zur Seite getreten. Er gehörte einer 
Malerfamilie an und wurde 1473 geboren; seine Lehrzeit verbrachte 
er wohl bei seinem Vater Toman Burgkmair, wanderte aber schon 
früh nach Kolmar zu Schongauer. Von ihm rührt die schöne 
Kopie von Schongauers Selbstbildnis in der Münchener Pinakothek 
her (Nr. 220). Vielleicht nach einer italienischen Reise kehrte 
Burgkmair nach Augsburg zurück und wurde 1498 Meister. Er 
entfaltete eine rastlose Thätigkeit als Maler und Zeichner für den 
Holzschnitt und starb 1531 in Augsburg. 
Schwaben. Ein Werk von 1501 zeigt Burgkmair neben dem 
älteren Holbein für das Katharinenkloster thätig; es stellt die 
Petersbasilika in Rom dar (Augsburg, Galerie Nr. 19), 1502 folgte 
die Lateranbasilika und 1504 die Basilika Santa Croce (Augsburg, 
Galerie Nr. 20-22 und Nr. 24). Bei dem ersten im Spitzbogen 
geschlossenen Bilde zeigt der oberste Teil Christus auf dem Ölberge, 
der untere Petrus in seiner Basilika thronend zwischen den 14 Not- 
helfern, welchen sich Maria anschliesst. Das Lateranlßild bringt 
im Giebelfelde die Geisselung Christi, auf dem Mittelbilde die 
Basilika und auf der Seite je drei Szenen aus der Legende des 
heiligen Johannes. Das Basilikenbild von St. Croce führt im 
Tympanon die Kreuzigung, auf dem Mittelbilde das Innere der 
Basilika, auf den Seiten das Martyrium der 10000 Jungfrauen vor. 
Einzelne Züge weisen auf die Kenntnis der venezianischen Malerei 
hin; Kronen, Diademe, Nimben, Borten der Gewänder u. a. sind 
noch in Gold ausgeführt; die Landschaft ist auf poetische Wirkung 
berechnet. In einem Altarwerke mit der Krönung Mariens auf 
dem Mittelbilde und je drei Heiligen auf den Flügeln (Augsburg, 
Galerie Nr. 6-8) erinnert die Maria. an den Holbeinschen Typus; 
der Thronball Zeigt eine Mischung von gotischen und Renaissance- 
formen. Seit 1510 trat Burgkmair in Beziehungen zu Kaiser 
Maximilian, die ihn acht Jahre fast ganz in Anspruch nahmen. 
Er begann mit der Genealogie bis 1511, ging dann an die Illustration 
des Weisskunig und nahm hervorragenden Anteil an dem Riesen- 
holzschnittwerk des Triumphzuges und in der Folge an den 
"Österreichischen Heiligen". Aus den folgenden Jahren sind Reste. 
von Wandmalereien an einem Hause gegenüber der Annakirche 
in Augsburg vorhanden, welche 1855 wiederhergestellt sind. Es
        

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