Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1321996
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umrahmt die ganze Darstellung; unten ist ganz klein ein Mönch 
im braunen Ordensgewande dargestellt. Ein zweites Missale eben- 
dort stammt aus Osnabrück, wahrscheinlich aus dem Johannisstifte, 
und enthält vorzügliche Bilder, Initialen und zierliche Ranken als 
Einrahmung. Sodann ist eine Kreuzigung mit 20 cm grossen 
Figuren bemerkenswert. Zu den Seiten des Kreuzes stehen Maria 
und Johannes, letzterer ein Kopf von wunderbarer Schönheit und 
seelenvoller Innerlichkeit. Ein Missale im Münster zu Hameln 
enthält drei Miniaturen; zwei derselben zeigen die Darstellung des 
Gekreuzigten, jede von einer anderen Hand. Die eine mit idealem 
Ausdruck, die andere in derbem Naturalismus.  Die Chronik des 
Konzils von Konstanz (1414-1418) scheint von Ulrich, von Ricken- 
thal in Konstanz gewerbsmässig vervielfältigt zu sein. Ein Exemplar 
befindet sich in Wolfenbüttel.  Ein Messbuch in Grossfolio 
in der Universitätsbibliothek in Jena, etwa aus dem 15. Jahr- 
hundert, zeigt Miniaturen, welche in Burgund oder am Nieder- 
rhein für Kaiser Maximilian hergestellt sind. Die teilweise pracht- 
vollen Malereien zeichnen sich durch weiche Linienführung und 
herrliche milde Farben aus. Auf dem Anfangsblatte erscheint die 
heilige Jungfrau mit dem Kinde, auf der Mondsichel schwebend, 
in der Grlorie, von zwei Engeln gekrönt, dann mehrmals der 
Erzherzog Maximilian, darauf Ludwig der Heilige von Frankreich, 
Kaiser Friedrich IIL, die Bildnisse mehrerer Päpste u. a. Der 
Zweite Teil des Codex ist viel später und enthält Abbildungen im 
Stil der italienischen Spätrenaissance.  Gut erhalten sind die 
Abbildungen, mit welchen eine Abschrift der Hamburger Stadt- 
rechte von 1497 ausgestattet sind; sie sind künstlerisch nicht hoch- 
stehend.  Eine Abschrift, der Geschichte des Konzils von Kon- 
stanz von dem schon erwähnten Ulrich von Richenthal, befindet 
Sich in der Schlossbibliothek zu Aulendorf bei Biberach im 
württembergischen Donaukreise.  Ein Gebetbuch in der Bibliothek 
von Sigmaringen (Nr. 52) ist von Leonhard Schüchlin aus 
Augsburg um 1498 mit 15 blattgrossen, feinen Bildchen versehen.  
Ein kleines Gebetbuch in der Grossherzogl. Bibliothek zu Darm- 
Stadt (Nr. 70), datiert von 1453, gehört in die Nachfolge Meister 
Stephans von Köln.  Die Abschrift der Geschichte des Konzils 
V01! Konstanz, welche sich im Rosgarten-Museum in Konstanz 
befindet, scheint für die Illustration der übrigen Exemplare vor- 
bildlich gewesen zu sein. Es sind in der Auffassung realistische, 
In der Ausführung flotte, bisweilen handwerkliche Federzeichnungen, 
die bald mit Deckfarbe, bald mit leichter Tusche koloriert sind. 
Die Fürstl. Fürstenbergsche Hofbibliothek in Donau eschingen 
bewahrt eine Anzahl Handschriften dieser Periode: Nr. 323 
Pßrgamenthandschrift des 15. Jahrhunderts, Officium B. M. V. in
        

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