Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Ebe, Gustav
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1320331
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1321978
Wand- u. 
Tafelmal erei : 
Ungarn. 
135 
Charakteristik, schöne Gewandung und kräftige Färbung aus 
Der Altar des leidenden Erlösers ebendort, nach 1476 entstanden, 
enthält vier innere Flügelgemälde: Zwei Paar männliche und zwei 
Paar weibliche Heilige auf geblümtem Goldgrund, von streng 
idealer Haltung. Die vier äusseren Flügelgemälde enthalten Szenen 
aus dem Leben ltfariä, welche in der Anordnung denen des Marien- 
altars gleichen. Der Petri-Paulialtar ebendort, vom Ende des 
15. Jahrhunderts, zeigt zwölf Gemälde auf Goldgrund, Szenen aus 
dem Leben der beiden Apostel. Der Katharinenaltar ebendort 
hat wieder Gemälde auf Goldgrund: auf den Flügeln Szenen aus 
dem Leben der heiligen Katharina; auf zwei schmalen Seitentafeln 
die heilige Margarete. und Barbara; auf der Staffel ein älteres Ge- 
mälde, die heilige Dreieinigkeit in einer Engelsglorie mit starren 
Gestalten, welche gegen die ebenfalls auf der Staffel befindlichen 
ausdrucksvollen Brustbilder der Propheten Samuel und Jesaias 
weit zurückstehen. Ausserdem enthält die J akobskirche in Leutschau 
noch ein Triptychon: St. Stephan, Elisabeth von Thüringen und 
Florian auf gemustertem Goldgrund in der Mitte; auf den Flügeln 
je zwei Szenen aus dem Leben des heiligen Stephan und der 
heiligen Elisabeth auf glattem Goldgrund, aussen vier einzelne 
Heilige auf grauem Grunde. Die Gemälde stammen von 1493.  
Ein Flügelaltar, den Schüchlin (vergl. Württemberg, Donaukreis) 
gemeinsam mit Zeitblom für die Kirche im Dorfe Münster bei 
Augsburg malte, jetzt in der Nationalgalerie in Pest (Nr. 185), 
stellt im Mittelbilde Maria mit dem Kinde auf Goldgrund, und 
auf den Flügeln je drei Heilige dar. 
In der Buchmalerei dieser Periode war der Realismus ebenso 
wie in der WVand- und Tafelmalerei heimisch geworden, indes be- 
hauptete die Bnchmalerei nicht mehr wie früher die führende 
Rolle und erschien jetzt fast durchweg als gewerbsmässig be- 
triebene Bücherillustration. Die Malereien sind meist in der Auf- 
fassung realistische, in der Ausführung flotte, manchmal handwerk- 
liche Federzeichnungen. Die Farbe ist bald Deckfarbe, bald leichte 
Tusche.  Eine zweibändige deutsche Bibel von 1427, die sich im 
Kölner Stadtarchiv befindet (Ms. theol. 250 u. 251), stammt aus der 
Schreibstube eines Diebold von Dachstein in Konstanz oder Schlett- 
Stadt. Ein Psalterium des 15. Jahrhunderts im Schatz der Abteikirche 
zu Werden ist mit Initialen und reichen Miniaturen versehen. 
In der Königl. Landesbibliothek zu Düsseldorf befinden sich an 
Handschriften dieser Periode: Cod. C 63 Breviar aus dem 15. Jahr- 
hundert mit Sterntafel, Bild der Verkündigung und grossem Initial; 
CQd- D 13 Antiphonar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, ein 
Iflltial mit Jessebaum und Bilderinitialen enthaltend; Cod. D 15 
Psalter von 1480, geschrieben durch Friedrich Hwgcnpoet in Werden;
        

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